So klug! K-L-U-K!

Ich spreche ja oft abfällig über Dinge, die offensichtlich für das „bildungsferne“ Publikum gedacht sind. „Bildungsfern“ könnte man auch mit „So dumm, dass ihnen die Fähigkeit der Reflexion fehlt und sie nicht merken, dass die Menschen hinter der Glasscheibe nur ein Abbild ihrer Zuschauer sind.“ übersetzen. Aber was fällt mir ein? Bin ich denn besser? Was macht Intelligenz aus? Bildung? Empathie?

Oder etwa Rehctschribung? 


Ehrlich gesagt bin ich mir überhaupt nicht sicher, was ich von mir halten soll. Eigentlich halte ich mich selbst für ziemlich bescheiden gebildet. Ich habe zwar Abitur und eine ganz moderate Allgemeinbildung (und mache mich ständig über „dümmere“ Menschen lustig), aber trotzdem komme ich mir ziemlich dämlich vor (Endlich hat er’s verstanden!). Allein schon, weil ich täglich meine Gedanken hier niederschreibe und das mal mehr, mal weniger Leute interessiert. Hauptsächlich weniger, aber dann können wir heute immerhin unter vier Augen reden.

Ein Großteil der Bevölkerung wird Intelligenz mit Bildung gleich setzen. Gerade weil man für immer mehr Berufe immer höhere Abschlüsse braucht. Ein großer Discount-Konzern fordert für eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann einen guten Abitur-Schnitt. Früher war ein Studium etwas besonderes, heute scheint es grundsätzlich nötig zu sein. Selbstverständlich nur mit Master! Der Haken an dieser Theorie: Ein Großteil von Führungskräften der großen Konzerne sowie Politiker haben eine hervorragende Bildung genossen. Seltsamerweise können sie nur immer wieder die gleichen Sätze abspulen, bei jedem Interview. Sollte mal eine tiefgehendere Frage kommen, lautet die Antwort meist: „Ich hatte hiervon keine Kenntnis.“ oder „Wir werden uns ernsthaft und mit Nachdruck darum bemühen“.

Das ganze klingt dann wie ein verängstigter Grundschüler, der sein erstes Referat vor der ganzen Klasse halten muss und dem bewusst ist, dass er sich gerade mächtig in die Hose gemacht hat. Der dann, wenn die Lehrerin etwas fragt, beschämt auf den Boden schaut und mit Tränen in den Augen Ausreden sucht. Somit kann allein Bildung nicht für Intelligenz stehen. q.e.d.

Auch Empathie scheint einen großen Anteil an Hirnschmalz zu haben. Empathie bezeichnet die Fähigkeit, Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale einer anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Nein, das habe ich nicht von Wikipedia, kuck gar nicht erst nach (Wikipedia ist keine Quelle, verdammt!). Empathie haben Hühner und Ratten auch. Gut, ein Großteil meiner Mitmenschen haben in etwa auch das geistige Potential von diesen Tieren, trotzdem würde ich Nager nicht als intelligent einstufen. Zumindest nicht so intelligent wie ein Mensch, der eben klüger als der Durchschnitt ist. Denn den suchen wir ja.

Es soll ja Leute geben, die glauben, dass ein Facebook-Test ihren IQ tatsächlich bestimmen. Das macht sie irgendwie dumm hoch 2. Denn erstens kann das ein Facebook-Test mit großer Sicherheit nicht. Zweitens…GLAUBT IHR ERNSTHAFT, IHR HÄTTET AUCH NUR ANNÄHERND DEN IQ VON ALBERT EINSTEIN, WENN IHR SO GRENZDEBIL SEID AUF EINE VERSCHISSENE FACEBOOK-APP ZU DRÜCKEN (Übrigens, ich meine damit ausschließlich Spiele und Apps, Seiten sind davon ausgeschlossen, es gibt sogar sehr gute Seiten, z.B. meine)? Abgesehen davon, George W. Bush hat einen überdurchschnittlichen IQ von 125. Also verabschieden wir uns von diesem Gedanken ganz schnell wieder.

Irgendwie komme ich auf keine Lösung. Laut Wissenschaft ist schlussfolgerndes Denken ein großer Teil von Intelligenz. Also habe ich mich grade disqualifiziert und offiziell zum Depp gekürt. Sehr gut. Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich mich für nicht intelligent halte. Ich will oft gar keine Lösung finden, vieles ist mir egal. Damit meine ich nicht, das ich mir über nichts Gedanken mache. Ich mache mir viel zu viel Gedanken. 24 Stunden am Tag. Nur sehe ich nicht ein, mich ständig über irgendwelche Design-Fehltritte oder Fußballergebnisse aufzuregen. Ich habe meinen Körper schon genug durch äußere Einflüsse geschwächt, eine Herzinfarkt würde mir da so gar nicht reinpassen. Dumm ist glücklich. Ich fühle mich aber nur sehr selten bis nie glücklich. Was bin ich denn dann? Dummligent? Hehehehe er hat dummligent gesagt.


Und die Moral von der Geschicht‘, zu einer Lösung komm‘ ich nicht. Ich glaube nicht, dass es eine wirkliche Definition von Intelligenz gibt. Mein Problem ist meistens, dass ich mir nie intelligent genug bin. Tatsächlich ist da viel Platz nach oben. Ich finde mich damit ab, einfach nichts zu sein. Ich halt mich da raus.

Das ist mir zu dumm/intelligent.

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