Das kleine Küken piept! Den ganzen Tag!

Sicherlich eine der größten Erfindungen des 20. Jahrhunderts war das Handy. Endlich konnte man auch den Freunden auch von unterwegs aus auf die Nerven gehen. Irgendwann dann auch überhaupt nicht nervende Klingeltöne für viel Geld kaufen! Oder seit ein paar Jahren auch endlich ungewünschten Gesprächen aus dem Weg gehen! Schlägereien filmen und ins Internet stellen! Was für eine tolle Erfindung.


„Jetzt pack doch mal dein Handy weg!“

„Ne geht gerade nicht.“

„Du hörst mir nie zu“

„Klar hör‘ ich dir zu, dafür muss ich dich doch nicht anschauen!“

Der Schrecken aller Eltern ist nicht der schlechte Einfluss von Freunden auf das eigene Kind, sondern das Handy/Smartphone. Am Essenstisch muss jetzt endlich nicht mehr der Tag besprochen werden, dafür können wir noch eben [hier Name einfügen] eine ganz wichtige Nachricht wie „Was geht?“ oder „Jo.“ schreiben. „Wie war dein Tag?“ „Level up bei Candy Crush Saga!“ Als ich mein erstes Handy mit 13 bekam, konnte das Farben darstellen. Du glaubst nicht wie cool man damals mit so etwas auf dem Schulhof war. Es gab sogar eine Kamera, die man dummerweise anstecken musste und die in etwa so groß wie das Gerät selbst war. Auf die Qualität der Bilder war eher dürftig. 2 Megapixel waren schon sehr futuristisch. Außerdem konnte mein Handy sogar polyphone Klingeltöne laufen lassen. Wer sich jetzt fragt was polyphone Klingeltöne sind: Es klang in etwa als hätte ein Gameboy Durchfall. Aber immerhin nicht mehr monophon, das klang dann als hätte ein Gameboy Krebs im Endstadium.

Diese Klingeltöne konnte man natürlich auch kaufen. Dafür musste man mit dem Handy ins Internet gehen. Das war so unfassbar schnell, dass man sich während dem Laden einer Seite auch mal gerne einen Kaffee machen konnte. Wer kennt nicht noch den verrückten Frosch oder Schnappi, das kleine Krokodil? Meilensteine der Musikgeschichte. Stell dir einfach vor, Moneyboy wäre auf Crack und PCP gleichzeitig. Natürlich gab es auch den Nacktscanner oder die Wahrsagerin. Dinge, die ein Jugendlicher definitiv gebraucht hat. Oder eine halbnackte Frau als Hintergrundbild. Für 5 Euro. Das ließ das Herz eines Heranwachsenden höher schlagen.

Heute ist das natürlich ganz anders. Klingeltöne werden nicht mehr extra gekauft und für Hintergrundbilder werden einfach die eigenen Selfies benutzt. Spiele-Apps haben den Gameboy verdrängt. Überall. Im Bus, am Essenstisch, im Auto, im Freibad, in der Sauna (Da war es dann aber das letzte Mal), in der Schule, in der Uni, in der Pause, im OP und im Bundestag. Sigmar Gabriel ist auf Level 363! Auch auf Partys sieht man die Leute nur in ihre Smartphones glotzen, dabei könnten sie sich doch ordentlich betrinken? Aber nein, nicht dass man dann Leuten im Suff seltsame Nachrichten schreibt (*hust hust*).

Ohne Smartphone geht nicht mehr. Alles drauf: Whatsapp, Kalender, Wecker, Spiele, Facebook, Twitter, Instagram, Bundesliga, BILD-App (Lass das!), Musik und Podcasts. Endlich müssen wir nicht mehr mit unserer Umwelt kommunizieren, ist eh nicht so mein Metier. Endlich mal eine nützliche Erfindung. Wenn man was wichtiges zu tun hätte, kann man genau so gut mit Freunden schreiben. Wenn die dann mal da sind, kann man ja mit anderen Freunden schreiben. Das geschriebene Wort macht dich meist sowieso sympathischer wie du wirklich bist. Ich sprech‘ da aus Erfahrung. Ich könnte ohne mein Smartphone nicht mehr leben. Leider ist es kein iPhone. Na ja, ich schreibe jetzt mal weiter. „Was geht?“


RINGDINGEDINGEGEDINGEDING! Na, erkannt? Ich könnte ja jetzt krass über Smartphones ablästern und meckern, warum niemand mehr Augenkontakt hält oder mal für ein paar Minuten einfach nichts macht. Will ich aber nicht, schließlich pflegt sich Springfield nicht von alleine! 

Ich hätte so gern ein iPhone. 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=OINa46HeWg8]

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