Wenn ich einmal groß bin…

Wer das hier liest und mir noch nicht auf Facebook folgt (unbedingt machen, weil wegen dings!), wird sich wundern was das hier soll. Es ist ein Versuch. Lies dir den folgenden Text durch und hinterlasse doch bitte einen Kommentar ob dir das gefällt. Es geht lediglich darum, ob es sich angenehm lesen lässt, da verstecken sich jetzt nicht die Riesenbrüller. Nicht dass es sonst lustiger wäre. 

Vielen Dank im Voraus!


Wie lange er durch die Dunkelheit watete wusste er nicht, der Alkohol, vor allem in Form von Tequila, fing an seinen Dienst zu verrichten. Sein Gang ähnelte dem einer behinderten Stockente. Mit gebrochenen Rudern.

Irgendwann tauchte die Silhouette eines grauen Mehrfamilienhauses auf. Endlich zu Hause, dachte er sich. Es war eines dieser typischen Häuser, die man in süddeutschen Kleinstädten fand. Ursprünglich weiß, hatten die Jahre deutliche Spuren an der Fassade hinterlassen. Die Rollläden aller Wohnungen waren bereits heruntergelassen, bis auf eine. Das Licht brannte. „VERDAMMT!“, schrie Stefan in die Nacht hinein. Er konnte sowieso die Miete kaum bezahlen, da konnte ihn eine hohe Stromrechnung auch direkt in die Obdachlosigkeit befördern. Unter seiner Wohnung schnellte der Laden nach oben, das Fenster wurde geöffnet und eine hohe Männerstimme schrie heraus: „Sei ruhig Stefan, es gibt auch Menschen die morgen arbeiten müssen.“ „Karl, du bist seit 15 Jahren in Rente, du weißt doch gar nicht mehr was arbeiten heißt.“ „Ich habe in meinem Leben mehr gearbeitet, als du und deine ganzen Freunde zusammen!“ Womit er tatsächlich Recht hatte.

Karl sah aus wie einer dieser typischen Rentner, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun hatten, als mit einem Kissen unter den Armen aus dem Fenster zu schauen und jungen Mädchen oder jungen Immigranten hinterher zu schreien. Das Feinrippunterhemd wurde nur noch durch einzelne Fäden zusammen gehalten und der Bierbauch arbeitete stets dagegen. Dazu noch den Martin-Luther-Gedenkkranz auf dem Kopf und eine khakifarbene Jogginghose, die in weißen Tennissocken mit drei bunten Streifen endete. Die Birkenstockschuhe hatte er damals vermutlich direkt aus Russland mitgebracht. Dieser Jung-Achtziger war der Stereotyp eines Rentners. Nur seine Stimme klang, als hieße er Dorothy und würde gleich „Somewhere over the Rainbow“ anstimmen. Eine perfide Mischung. Sonst war er aber eigentlich ganz in Ordnung, auch wenn er seit seiner Scheidung starke Depressionen hatte. Die hatte 10 Jahre zuvor stattgefunden.

Stefan wohnte seit 8 Jahren in diesem Haus. Karl hatte diese Angewohnheit, jeden Abend wach zu bleiben, bis er sicher war, dass Stefan zu Hause war. Das mag sehr seltsam klingen. War es auch. Doch es war schon zur Gewohnheit geworden und so wurde langsam der Weg bis zur Haustür mit Blutflecken bedeckt, als es erneut laut wurde. „HERRGOTTSACKZEMENT!“ Stefan war keineswegs gläubig, er war zwar konfirmiert worden, dies aber nur aufgrund der Geschenke. Schon lange hatte er jeglichen Glauben abgelegt, wenn er je welchen besessen hatte. „Eines können diese Christen ja wirklich gut. Fluchen wie die Weltmeister.“, hatte Frank einige Tage zuvor gesagt. Für Stefan schien es nur vernünftig, den Christen ein paar Schimpfwörter abzunehmen, dann mussten die schon nicht mehr so oft zur Beichte…


Wie du siehst, ist das Teil einer Geschichte. Auch wenn es etwas aus dem Kontext gerissen ist, hoffe ich, dass dieser Text mehr oder weniger eingängig ist. Sollte alles funktionieren, könnte diese Schrift Teil eines noch viel größeren Werkes werden. Vermutlich 2015. Aber nur wenn’s dir gefällt, also KOMMENTIERE JETZT ENDLICH!

Danke 🙂 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=oTI3tRQ_-3k]

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2 Gedanken zu “Wenn ich einmal groß bin…

    • Das freut mich 🙂 Das ist eben völlig aus dem Zusammenhang gerissen. Trotzdem scheint mir mein größenwahnsinniges Gewissen zu sagen, dass ich wohl doch eine längere Geschichte/Buch schreiben sollte. Schließlich bin ich ja hier um Geld zu verdienen, nicht um jeden Tag sinnlose Einträge zu verfassen!

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