Möchten Sie diese Tür kaufen?

Ich freue mich wirklich über Sonntage, an denen man einfach mal im Bett bleiben kann. Einfach mal nichts tun. Wenn da nicht immer Leute wären die (vor allem Sonntags) anscheinend nichts besseres zu tun haben, als anderen Menschen ihre Zeit zu stehlen. 


1. Die Religion: „Haben sie kurz Zeit über Gott zu sprechen?“ Es ist mir völlig egal, um welche Religion oder Sekte es geht, doch anscheinend steht an meiner Hausfront in goldenen Lettern: „Hier klingeln, die haben nichts zu tun.“ Ob es nun um Jesus, Allah, Buddha oder irgendwelche Titanen geht, ich will nichts davon wissen. Dabei tragen die Menschen, die vor meinem Haus stehen, meist am wenigsten Schuld an all dem. Sie wurden entweder gezwungen, oder sind ziemlich verblendet. Wenn ich über irgend etwas reden wollte, würde ich entweder in eine Kirche oder zum Psychologen gehen, das muss ich nicht an meiner Türschwelle tun. Also bitte, nehmt euren Gott und redet doch mal selbst mit ihm. Der will doch sicher auch nicht immer mit schlecht gelaunten Menschen reden.

2. Der Verkäufer: „Sie sehen aus, als wollten sie einen neuen Staubsauger kaufen.“ Natürlich, wenn mein Staubsauger mal kaputt ist, warte ich grundsätzlich, bis jemand an meiner Tür klingelt und mir einen neuen anbietet. „Der ist besser als alles, was sie je zuvor benutzt haben.“ Sicher, deshalb müssen sie auch von Haus zu Haus gehen um ihr Produkt zu verscherbeln. Oder ein neues Messerset. Heeey, das habe ich mir schon immer gewünscht. Oft frage ich mich: „Wann kommt denn nun der nette Verkäufer wieder um mir neue Messer zu verkaufen, die waren ja so gut.“ In Zeiten des Internets ist es doch leichter als je zuvor, sein Produkt an den Mann zu bringen, muss man da morgens um 15 Uhr launige Studenten aus dem Schlaf klingeln?

3. Der Veranstalter: „Haben sie schon gesehen? Morgen um * Uhr im *-Club in * gibt es die beste Party seit langem!“ Ich bin mir nicht sicher, ob ich, wenn ich bereits Kinder hätte, diese auf eine U18-Party schicken würde, deren Veranstalter von Tür zu Tür gehen muss um genug Leute zusammen zu bekommen. Das strahlt minimal Unseriösität aus. „Am Samstag ist wieder Mädchenflohmarkt, kommen sie!“ Ja klar, endlich kann ich meine zahlreichen Klamotten in Größe XL verkaufen, und die ganzen Schminkutensilien die ich habe, kommen auch endlich weg!

Ich weiß, dass ich grundsätzlich zur Übertreibung neige. Aber es kann doch nicht sein, dass mittlerweile fast jeden Sonntag jemand klingelt und mir irgendwas aufdrücken will. Funktioniert das ähnlich wie bei Versandhäusern, dass dann da die Adressen ausgetauscht werden? „Hey ich wollte dem Typen gestern meine Religion aufdrücken, hat nicht geklappt, aber vielleicht möchte er ja deine Matratzen!“


Dies soll einfach nur eine Hassschrift sein und niemand dazu auffordern, genau so zu reagieren. Wie gesagt können die Menschen, die vor der Tür stehen, meist am wenigsten für ihre Lage. Sie brauchen entweder dringend Geld oder Erlösung. Oder beides. 

Ich brauche einfach mal meine Ruhe.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=nksTXmu1UAg]

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