We can make this world into our movie.

Ich habe hier ja schon einmal geschrieben, dass ich viele Sachen am Kino abgrundtief hasse. Und heute erzähle ich mal, was ich daran liebe. 


Es fängt bereits an, nachdem man die Karten gekauft hat. Wie viel Popcorn? Na wieso nicht gleich einen Eimer? Auch beim Getränk sollte man ausreichend versorgt sein, am besten direkt 1,5 Liter. Dass da 2 Strohhalme sind, ist völlig irrelevant, schließlich haben wir niemand, der mittrinken würde. Wenn man nun rechtzeitig im Kinosaal ankommt, erwartet einen erst einmal die Werbung. In meiner Stadt verhält sich das so: regionale Bildwerbung, regionale gefilmte Werbung, Trailer, Film.

Was das im Klartext heißt? Das Autohaus „Pflumbenmeier“ wirbt mit besonderen Angeboten, die es zwar bei jedem anderen Autohaus auch gibt, aber da ist natürlich der Umgang nicht so familiär. Oder das Café „Winter“, das sich damit rühmt, einen Gutschein auf der Rückseite jeder Eintrittskarte platziert zu haben. „Was, 50 Cent Rabatt? Da müssen wir nachher noch hin!“ Wenn die lustigen Bildchen fertig sind, kommt die professionell gefilmte Werbung aus der Region. Das bedeutet, hier kommen genau 2 Clips. Eins von der überregionalen Zeitung, die eigentlich nur Müll schreibt, ihre Zentrale aber unweit des Kinos hat und deshalb hier wohl Narrenfreiheit hat. Der zweite Clip ist von „Seitenbacher“. Ich denke jede weitere Erläuterung erübrigt sich.

Dann beginnen die Trailer für neue Filme. Diese Phase geht meist noch einmal 10 Minuten. Aber ich liebe das. Trailer sind oft besser als der Film selbst. Kompakt, spannend, lustig, was auch immer. Meistens noch mit guter Musik unterlegt und perfekt wäre der Kurzfilm. Dummerweise kam wohl irgend jemand auf die dumme Idee, das ganze dann noch auf 1 1/2 Stunden zu strecken, was dann eigentlich alles wieder kaputt macht. Aber das ist ein anderes Thema.

All dieses Vorgeplänkel ist für den normalen Kinobesucher recht langweilig. Ich liebe das. Denn meist ist im Voraus nicht sicher, ob der eigentliche Film denn nun gut ist. Somit hätte man immerhin 20 Minuten gute Unterhaltung gehabt , wenn auch die folgenden 90 Minuten schlimm werden sollten. Auch das würde die 15 Euro Eintritt nicht rechtfertigen, aber immerhin waren die Sitze gut!

Mein erster Kinofilm war angeblich „König der Löwen“. Da war ich 2 Jahre alt. Abgesehen davon, dass meine Eltern wohl alle erzieherischen Tugenden (zugegeben, der Film ist ja auch gut) haben fahren lassen, habe ich sowieso davon nichts mitbekommen, wahrscheinlich habe ich geschlafen. Es gibt trotzdem durchaus schlimmere erste Filme im Leben. Wenn ich sämtliche Filme, die ich im Kino gesehen habe, zusammenfasse, würde ich behaupten, dass 10% wirklich gute Filme waren. Der Rest war rausgeschmissenes Geld. Und wir Schwaben hassen Fehlinvestitionen.

Trotzdem liebe ich das Kino. Allein schon das Sitzen in der Dunkelheit, das Raunen das bei spannenden Filmen durch das Publikum geht, oder die herzhaften Lacher. Auch das klebrige Popcorn, die ziemlich ungesunde Cola, der unfreundliche Verkäufer und die quietschenden Sitze tragen ihren Teil bei. Aber einfach diese Gewissheit, für die kommenden 90 +- Minuten an nichts anderes denken zu müssen, ist schon etwas besonderes. Ich muss auf jeden Fall noch einmal darauf hinweisen: Der zweite Teil von „Planet der Affen“ ist kacke!


Wenn Kino mittlerweile nicht so teuer geworden wäre, würde ich deutlich öfter hingehen. Dummerweise bin ich Student. Gleichwohl denke ich, dass wenn man zu oft geht, der Reiz schnell verschwindet. Außerdem werden die Filme dadurch natürlich auch nicht besser. Da fällt mir ein: Es geht doch nichts über Popcorn, das am ganzen Körper klebt, sobald man das Kino verlässt. Diesen wichtigen Punkt hatte ich vergessen.

Klasse sowas.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=SjDfh2Xz9CA]

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4 Gedanken zu “We can make this world into our movie.

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