The Boy With The Thorn In His Side.

Die Smiths zählen zu den besten Indie-Pop-Bands der 80er Jahre und ihr Einfluss auf viele der heutigen Bands ist unumstritten. Der Manic Street Preachers-Sänger James Bradfield ging einmal sogar so weit zu behaupten, die Schmidts seien „die Beatles unserer Generation“ gewesen. Also seiner Generation. Ich bin ja zu jung für so etwas.


„The Smiths“ spielten nur ein einziges Mal in Deutschland. In Hamburg. Das war natürlich viel zu weit weg für mich. Außerdem 1984, also lockere 8 Jahre vor meiner Geburt. Auch da waren Komplikationen vorprogrammiert. 4 junge Männer aus Manchester gründen 1982 die Band und bleiben auch in dieser Besetzung bis zur Trennung 1987 zusammen. underschöne Melodien, luftige Gitarren, ein runder melodiöser Bass und traurig aggressive Texte über die Welt im kleinen und großen machen sie zu Stars.

Zu ihren größten Hits zählen „There Is A Light That Never Goes Out“, „Bigmouth Strikes Again“, „Shoplifters Of The World Unite“ und „This Charming Man“. Morrisseys Texte bewegen sich zwischen sozialkritischen Ansichten des Lebens und seiner subjektiven, nicht für jeden direkt nachvollziehbaren Gefühlswelt („I got confused – I killed a horse – I can’t help the way I feel“ aus „Is It Really So Strange?“) und spiegeln auch Motive seines großen Vorbilds Oscar Wilde wider. Er wird von der Presse stets als Sonderling behandelt. Viele Menschen, die ihn einmal getroffen haben, bezeichnen ihn danach als seltsam, unfreundlich und weltfremd.

Immer wieder sorgen „The Smiths“ für Skandale, zum Beispiel mit dem Song „Panic“. Morrissey wird vorgeworfen, rassistische Parolen zu singen („Hang the DJ“), dabei geht es ihm um seine tiefe Abneigung gegenüber Diskomusik. Der Sänger stellt sich auch offen gegen den Verzehr von Fleisch. Man muss bedenken, dass dies zu einer Zeit geschieht, in der die Popszene um gesellschaftskritische Songinhalte eher verlegen ist und ein Großteil der Bevölkerung tatsächlich glaubt, dass Vegetarismus zu Proteinmangel und somit unausweichlich zu Krankheiten führt.

1987 trennt sich die Band im Streit und dieser Streit soll bis in die Gegenwart anhalten. Heute gelten die Smiths als eine der einflussreichsten Bands der Geschichte und auch wenn ihr da draußen kein „The Queen Is Dead“-Album im Plattenschrank oder auf dem iPod habt: Mitsummen könnt ihr alle irgendwas. „The Smiths“ sind meine Lieblingsband und das seit nunmehr 10 Jahren. Ich hoffe, die Begeisterung konnte ich ein wenig herüberbringen.


Für mich sind „The Smiths“ übrigens die einflussreichste Band der Popgeschichte, wenn man die Beatles jetzt nicht direkt zur Popgeschichte zählt, sondern als Erfinder zählt. Selbst dann würden mir die Texte der Smiths noch besser gefallen. Leider werden sie in den letzten Jahren durch die Hipsterkultur doch sehr stark verbraucht. Vor allem durch ihre Verwendung in „500 Days of Summer“. Ich fand den Film kacke. Trotzdem haben sie mir beigebracht, was ich wirklich zum Leben brauche:

„Love, pizza, harmony. That’s all I need.“

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=DRtW1MAZ32M]

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