Der beste Nachbar bleibt der, den man von weitem grüßt.

Jetzt habe ich es doch tatsächlich noch geschafft. Wer mir auf Facebook folgt, wird gemerkt haben, dass mir dieses Thema Probleme bereitet. Bin jetzt aber darüber hinweg, deshalb hier eine Lobeshymne an meine Nachbarschaft. Sollen sie hochleben! 


Nachbarn sind ja schon etwas tolles. Vor allem am Wochenende. Da will man einmal Sonntags länger schlafen, dann fangen die tatsächlich früh morgens um 15 Uhr an, ihren Rasen zu mähen. Was für eine Frechheit! Sonntage sind doch nicht umsonst Ruhetage. Abgesehen davon sind die meisten hier sowieso schon Rentner, also könnten sie all‘ ihre Gartenarbeit doch auch unter der Woche erledigen, wenn ich eh nicht da bin. Aber nein, das wird schön für das Wochenende aufgehoben.

Ich bin einfach vom Glück verwöhnt. Einer meiner Nachbarn sammelt nämlich auch noch Traktoren. Ich bin wirklich froh, in einem Dorf zu leben, wo es auch mal ruhiger zugeht. Aber komischerweise sind wohl alle in meinem Umkreis schwerhörig. So ein Traktor muss natürlich regelmäßig laufen. Ohne dass ihn jemand fährt. Vor meinem Haus. Den ganzen Tag. Ein Anderer macht das Gleiche mit seinem Opel Corsa. Nachts. Um 3 Uhr. Von Montag bis Freitag. Und dann sind dann noch die Partynachbarn.

Ich bin sicher kein Kind von Traurigkeit. Ich frage mich nur wie manche Menschen Mittwoch nachts ihre Musik so laut laufen lassen können, dass man ACDC und Metallica noch in 2 km Entfernung hört. Die haben wirklich Glück, dass ich diese Musik mag. Wo haben sie die ganze Zeit her? Arbeiten können sie wohl nicht. Trotzdem wurde ihre Doppelhaushälfte mit Sicherheit nicht vom Staat bezahlt. Mysteriös. Ich würde ja auch mal eine richtig derbe Hausparty feiern, bis in die Morgenstunden laut sein und leere Flaschen auf’s Nachbargrundstück werfen. Dummerweise habe ich zuviel Angst, dass etwas kaputt gehen könnte. Ziemlich spießig eigentlich. Vielleicht ist es mir einfach ein Anliegen, dass meine Nachbarn schlafen können, zumindest unter der Woche. Andere Menschen haben dieses Mitgefühl wohl nicht.

Mein Hauptproblem mit Nachbarn ist aber eigentlich das Lästern. Es ist durchaus interessant zu erfahren, was und wen man alles geschwängert hat und welche Drogen man so zu sich nimmt. Die BILD ist investigativer Journalismus dagegen. Na ja so ist das nun einmal. Wer selbst nichts zu bieten hat, muss eben von Anderen erzählen.


So, das musste mal raus. Ich habe die leise Hoffnung, dass das alles in Großstädten etwas angenehmer abläuft. Dann hätte ich immerhin schon ein Fluchtziel. Gut, jetzt muss ich aber echt gehen, es gibt noch benachbarte Fenster, die ich einwerfen muss!

Lasse reden! 

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Ein Gedanke zu “Der beste Nachbar bleibt der, den man von weitem grüßt.

  1. arianezuber schreibt:

    Der eine oder andere von den geschilderten Nachbarn könnte glatt auch einer von meinen Nachbarn sein 😉 man kann es auch so sehen: Solange sie reden, bist Du interessant, vielleicht kannst Du das für Dich nutzen und sehr viel Spaß haben, weil ‚eh keiner weiß, was von dem Gerede stimmt oder verkauf Ihnen was 😉

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