Ich kenn die Welt, ich habe sie im Fernsehen gesehen.


„Aber auf Facebook habe ich gelesen, dass…“ „HALTS MAUL!“ Es nervt mich in letzter Zeit nichts mehr, als die Nachplapperei der Menschen. Da werden Aussagen von irgendwelchen dahergelaufenen Seitenbetreibern zu Fakten und „Unnützes Wissen“ ist wichtiger als nützliches.

Arrggh.


Ich habe jetzt etwas länger keinen Beitrag mehr geschrieben. Das lag daran, dass ich erst ein wenig nachdenken wollte, um ein entsprechendes Thema zu finden. Deshalb wird nun übrigens nicht mehr jeden Tag ein Text erscheinen. Aber immerhin habe ich jetzt ein geeignetes Thema. Auch wenn ich glaube, so etwas ähnliches schon einmal geschrieben habe. Ist mir aber im Moment auch egal.

Niemand mag Klugscheißer. Das ist auch völlig berechtigt. Wer mag schon Menschen, die sich über ihre Intelligenz definieren, als über ihre Schönheit oder ihren Klamottenstil. Völlig unangebracht so etwas. Klar, wer überall seinen Senf dazu geben muss, wird auf die Dauer nervig. Mir zumindest. Nun scheint in unserer heutigen Zeit der vokale Durchfall zur Volkskrankheit geworden zu sein und jeder muss wohl seine Meinung heraus trompeten. Dass das ganze gar nicht seine „Meinung“ ist, dazu komme ich jetzt.

Ist denn eine Meinung nicht etwas, dass man sich bilden muss? Das bedeutet doch abwägen, alle Seiten anhören, informieren, recherchieren und am Ende zu einem abgewägten Urteil kommen, dass man begründen kann und auf dem man relativ sicher beharren kann. Und eben nicht irgendetwas nachplappern, dass man etwa 5 Minuten gelesen hat. Das dann unter Umständen auch noch propagandistisch gefärbt ist und eine andere Seite vielleicht grundlos in den Dreck zieht. Klar, z.B. im Konflikt zwischen Israel und Palästina ist es schwer, überhaupt neutrale Informationen zu bekommen. Da wird von beiden Seiten Propaganda verbreitet, und auch die europäischen Medien halten sich nicht damit zurück.

Aber es gibt sie tatsächlich noch. Fakten. Dinge, die wirklich geschehen sind, die Hand und Fuß haben. Dinge, die nachgewiesen wurden und keine Seite bevorzugen, sondern einfach nur die Wahrheit darstellen. Das gibt es noch. Um wirkliche Fakten zu entdecken und sich so eine richtige, echte Meinung bilden zu können, muss man aber Zeit investieren. Das ist das große Problem unserer Zeit. Jeder will mitreden, aber keiner will dafür Energie aufwenden. eine Onlinepetition ist aber auch wirklich praktisch. Da kann man blind unterschreiben, ohne Ahnung von irgendwas zu haben. Wie praktisch.

Ein „Gefällt mir“ ist doch auch schneller gedrückt, als wirklich erklären zu müssen, wie man denkt. Denn wir denken ja nicht mehr, wie sollen wir das erklären? Ein Teufelskreis. Wir denken ernsthaft, es gäbe hier Meinungsfreiheit und wir als Volk wären frei, doch in Wirklichkeit rennen wir nur irgendwelchen Vollidioten hinterher, die meinen, sie hätten die Weisheit mit Löffeln gefressen. Einer sagt was und der Rest freut sich, dass er sich die Luft sparen kann. Da brauch man sich nicht wundern, wenn alle politischen Parteien ihr Wahlprogramm angleichen und sich dieses ähnelt. Man braucht auch keine Diversität mehr, die Bürger wollen das Komplettpaket, dass sie selbst nicht mehr denken müssen. Und die paar Parteien, die wirklich anders sind, haben dann einfach gar kein Wahlprogramm mehr, sondern nur noch populistisches Geschwätz.


Es ist ganz einfach. Wir bekommen den vollen Teller serviert und beschweren uns, dass wir uns überfressen haben. Anstatt weniger zu essen, gehen wir einfach zum Nächsten, der ebenfalls einen vollen Teller hinstellt. Der Tellerrand interessiert uns aber relativ wenig. Ach, da ist mir noch mal etwas für die Leute eingefallen, die ihre „Meinung“ pausenlos im Internet herauskrakelen. Erstens: Vielleicht solltet ihr euch erst einmal wirklich eine eigene Meinung bilden. Zweitens: Manchmal sollte man seine Meinung einfach mal für sich behalten.

Dann hat man auch noch eine hinterher. 

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Wei(h)nachten.


Ok, Weihnachten ist noch eine Zeit entfernt und pünktlich zu Heiligabend werde ich sicher noch einmal etwas veröffentlichen, aber da im Supermarkt meines Vertrauens eh schon Weihnachten ist, kann ich ja direkt mal etwas dazu sagen. Auch wenn’s niemand interessiert.


Ob du es glaubst oder nicht, ich habe mir tatsächlich in den letzten Jahren angewöhnt, meine Weihnachtsgeschenke rechtzeitig zu kaufen. Zumindest die meisten. Das liegt hauptsächlich daran, dass ich dieses Fest nicht leiden kann. Deshalb mache ich meine Besorgungen einfach bevor man in der Stadt von verkleideten Rentieren oder überdekorierten Weihnachtsbäumen überfallen wird. Denn das Fest an sich ist gar nicht mein Problem.

Ich freue mich stets auf das Essen an Heiligabend. Das liegt hauptsächlich daran, dass es Essen ist und ich Essen liebe. Habe ich schon gesagt, dass ich Essen liebe? Was es dann letztendlich gibt, ist mir völlig egal. Bei uns gibt es sowieso kein „traditionelles“ Weihnachtsmal wie Barsch oder Gans. Außerdem ist es schön, einmal in Ruhe mit der Familie zusammen zu sitzen. Damit hat sich es mit den Vorzügen aber auch schon erledigt. Hauptsächlich geht mir dieses übertriebene Christengetue auf den Senkel. Ich habe relativ wenig mit Religionen zu tun, deshalb nutze ich dieses Fest auch eher als Zusammenkunft mit der Familie. Wer da wann geboren ist, ist mir total egal.

„Aber an Heiligabend gehen wir auf jeden Fall in die Christmette!“ Wie ich es hasse. Menschen, die sich sonst so unmoralisch und unchristlich verhalten wie es nur geht, um dann an Weihnachten den Vorbildschristen raushängen zu lassen. Vielleicht liegt das ganze aber nur an meiner negativen Einstellung zum Leben. Glaub mir, ich bin ein toller Gesprächspartner! Außerdem ist mir diese mediale Ausschlachtung ein Dorn im Auge.

Trink Coca-Cola, das wohl beste Getränk zum Weihnachtsfest, schließlich haben die einen ziemlich coolen LKW! Oder kauf dir die CD von dem Typen, der vor 5 Jahren bei „DSDS“ mal Fünfter geworden ist und jetzt ein Lied über Weihnachten geschrieben gesungen hat. „Last Christmas“ – HALTS MAUL! Ist doch logisch, dass dich die Alte am nächsten Tag sitzen gelassen hat, wenn du so ein verschissener Schleimer bist. Da hätte ich auch keinen Bock ‚drauf. Ach ja, Weihnachten ist einfach die Zeit der Besinnung. Ich bin übrigens dazu übergegangen, mich an Heiligabend einfach hart zu betrinken, das wirkt manchmal Wunder. Hier im Süden gibt es übrigens die wunderbare Tradition den Christbaum eines Anderen zu loben. Dafür bekommt man dann einen Schnaps. Sehr sinnvoll.

Warum muss man auch immer 3 Monate vorher anfangen, von Weihnachten zu reden? Schließlich fängt niemand an, ab Dezember von meinem Geburtstag zu reden, und ich kann auch Wasser zu Wein verwandeln. Lecker Lambrusco. Ich sollte wohl einfach anfangen, mich zu beruhigen und alles lockerer zu sehen. Oder ich fange wieder an zu Kiffen, dann löst sich das Problem von ganz allein.


So schlimm ist das alles ja gar nicht. Eigentlich ist Weihnachten ein schönes Fest. ABER WENN ICH NOCH EINMAL SO EIN KACKLIED IM RADIO HÖRE, DREHE ICH DURCH! Deshalb schonmal im Voraus (Das bringt schließlich Unglück)

Frohe Weihnachten.

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Der Winter ist keine Jahreszeit, sondern eine Aufgabe.


„Och ne, schon wieder so ein Hasstext!“ Ja genau. Schließlich ist dieser Blog hier meine psychologische Verarbeitungsmethode, dass ich nicht völlig durchdrehe. AUßERDEM IST MIR SCHON WIEDER ARSCHKALT! 


In der Gegend in der ich lebe, ist es nachts seit ein paar Tagen so kalt, dass sich selbst die Kakerlaken zu mir ins Bett legen, weil sie sonst erfrieren würden. Das hat Vorteile. Sie sind nicht mehr an meinen Lebensmittel. Nachteil ist, sie sind in meinem Bett. Ich hasse den Winter. Gut, ich hasse ziemlich viel. Aber den Winter hasse ich noch am wenigsten wegen seinen Temperaturen. Eher wegen dem ganzen Rest. Zum Beispiel Ski fahren.

Ich muss zugeben, ich bin in meinem Leben noch kein einziges Mal auf Skiern gestanden. Das liegt erstens daran, dass meine Familie wohl nie so begeistert davon war, zumindest nicht seit ich auf der Welt bin. Wir waren also meistens eher am Strand als im Schnee. Ich habe das ehrlich gesagt nie vermisst. Auch wenn Freunde und Bekannte immer begeistert erzählt haben, wie viel Spaß das doch macht, oder dass ich unbedingt mal Snowboarden ausprobieren soll. Mein Problem ist also nicht die Tätigkeit selbst, ich habe schon genug teure Hobbys. Das Problem ist eher die Unerreichbarkeit der restlichen Welt.

Es ist kaum möglich, im Winter mal mit mehreren Freunden gleichzeitig etwas zu unternehmen, weil andauernd jemand entweder in Ischgl, in Mellau oder in St. Moritz ist. Ich bekomme dann nachts Anrufe, wie geil doch Après-Ski ist. Das kann auf die Dauer schon mal nerven. Eine andere Sache, die durchaus problematisch ist, ist der öffentliche Nahverkehr. Ich habe ja (wie in diesem Blog schon öfter erwähnt) kein grundsätzliches Problem mit der Deutschen Bahn. Aber nach über 60 Jahren Firmengeschichte könnte man ja mal erwägen, genug Ersatzwagen zur Verfügung zu stellen. Kleiner Hinweis: Es könnte tatsächlich passieren, dass es (natürlich völlig selten) im Winter schneit.

Auch der Bus kommt ständig zu spät. Mir ist klar, dass die Busfahrer da wenig dafür können, wenn manche Idioten im Dezember bemerken, dass man ja Winterreifen benötigen könnte. Das bringt mir dann aber relativ wenig, wenn ich frierend stundenlang an der Bushaltestelle stehe. Klar, zu Schulzeiten war das toll. Denn da konnte man ja nichts dafür, wenn der Bus so spät kam. Manchmal kam er auch gar nicht. Dummerweise interessiert dass einen Dozenten relativ wenig. Ein besonderes nerviges Fest ist übrigens auch noch im Winter. Weihnachten.

Ich werde bestimmt noch einen gesonderten Eintrag dazu verfassen, deshalb kurz: Ich mag Weihnachten nicht. Das Fest an sich ist sogar toll, bzw. Heiligabend. Das Essen mit der Familie, das gemütliche Beisammensein. Alles wunderbar. Warum muss aber in den Supermärkten von August bis Februar das halbe Sortiment nur aus Weihnachtsmännern bestehen? Und warum kommen ab Oktober nur noch Weihnachtslieder im Radio und Weihnachtsfilme im Fernsehen? Und Geschenke braucht man ja auch noch unbedingt und die vergesse ich natürlich grundsätzlich bis kurz vor dem Fest und muss dann noch schnell etwas kaufen.


Wie gesagt, die Kälte macht mir eigentlich am wenigsten aus. Zumindest solange ich genug wärmende Kleidung habe. Eigentlich regt mich ja nur der ganze Rest auf. Hält sich also in Grenzen. Aber eigentlich hasse ich ja auch den Herbst. und den Frühling.

Und den Sommer.

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Riiiiiita, watt kosten die Kondome?


Supermärkte sind ja immer so eine Sache für sich. Grundsätzlich scheint mir, dass sie mich hassen. Dummerweise wohne ich direkt an einem. 


Es fängt ja meist direkt auf dem Parkplatz an. Die Wahl des Einkaufswagens. Die Verschlussmechanismen dieser Dinger sind grundsätzlich kaputt oder klemmen. Außerdem habe ich grundsätzlich nie das richtige Kleingeld dabei, um solch einen Verschluss zu lösen. Oder in diesem Wagen sind noch 2 Kartons, 17 Kassenbelege und 3 1/2 Gurken, die irgendjemand vergessen hat. Warum vergessen die Leute immer ihre Gurken? Was haben sie ihnen getan?

Sollte man dieses Prozedere hinter sich gelassen haben, folgt nun der Eingang. Am Eingang ist oft der Pfandautomat. Natürlich stellen sich die Menschen dort so an, dass man nicht vorbeikommt. Wenn man dann versucht freundlich zu fragen, bekommt man nur ein „jetzt warten sie halt“ zurück. Wenn ich dann durch die erste Lichtschranke gehe, geht grundsätzlich der erste Alarm los. „Fehlfunktion“, sagt mir der Marktleiter, nachdem ich 15 Minuten verhört wurde. Denn ich hätte ja etwas stehlen können. Beim Reinlaufen.

Supermärkte haben es so an sich, mindestens alle 2 Wochen komplett anders auszusehen als zuvor. Im Normalfall räumt man doch etwas um, um mehr Übersicht oder eine bessere Ordnung zu erzielen. Ich bin mir nicht sicher, wer das in Supermärkten plant, aber er kann nicht mit hoher Intelligenz gesegnet sein. Das Ganze bedeutet für mich, dass ich nie finde was ich suche. Wo der Alkohol war, ist jetzt das vegane Omelett, wo das Klopapier war, ist jetzt die Wursttheke. Es ist ein Graus.

Dazu kommt, dass Leute es wohl für sehr klug halten, ihre Wägen mitten in den Weg zu stellen. Aber genau so, dass man unter Garantie nicht daran vorbei kommt. Wenn man es sich dann erlaubt, ihn zur Seite zu schieben, schallt ein gellender Schrei durch die Regalreihen. „Lassen sie alles wie es ist, sie wollen doch nur stehlen!“ Abgesehen davon, dass man nicht stehlen kann, was einem anderen nicht gehört, ist es ja wohl nicht mein Problem, wenn Menschen ihre Sachen so dämlich in den Weg stellen, dass niemand daran vorbei kommt. Macht man ja sonst auch nicht so. Na gut, eventuell mit Autos, aber das ist eine andere Geschichte.

Endlich an der Kasse angekommen, ist es immer das Gleiche. Ich gehe auch gerne mal nach 20 Uhr einkaufen, um dem großen Kundenteil zu entgehen. Aber egal zu welcher Uhrzeit und an welchem Wochentag ich gehe, grundsätzlich macht mein Nachbar seinen Wocheneinkauf und steht jedes Mal GENAU VOR MIR AN DER KASSE. Nach gefühlter zweitägiger Wartezeit kann ich dann endlich selbst bezahlen.

„Payback-Karte?“

„Nein“

„Kundenkarte?“

„Nein“

„Punktekarte?“

„Nein“

„Kreditkarte“

„Neehein“

„Umweltkarte?“

„NEIN VERDAMMT, WAS ZUR HÖLLE IST ÜBERHAUPT EINE UMWELTKARTE???“

Es ist nicht verwunderlich, dass mich die Mitarbeiter dieser Einrichtung mittlerweile eher meiden. Ich weiß gar nicht wo ihr Problem liegt. Ich halte mich selbst für einen sehr ausgeglichenen Menschen, ich lese, reite und schwimme gerne UND VORALLEM ERLEDIGE ICH GERNE MEINE EINKÄUFE INNERHALB EINES ARBEITSTAGES!


Du darfst dir jetzt natürlich selbst aussuchen, wie viel Wahrheit in diesem Text steckt. Würde ich mich tatsächlich so verhalten, wäre ich mit Sicherheit Choleriker. Aber manchmal reichen ja auch Gedanken aus, um völlig verrückt zu werden.

Oder Einkaufswagen. 

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Möchten Sie diese Tür kaufen?


Ich freue mich wirklich über Sonntage, an denen man einfach mal im Bett bleiben kann. Einfach mal nichts tun. Wenn da nicht immer Leute wären die (vor allem Sonntags) anscheinend nichts besseres zu tun haben, als anderen Menschen ihre Zeit zu stehlen. 


1. Die Religion: „Haben sie kurz Zeit über Gott zu sprechen?“ Es ist mir völlig egal, um welche Religion oder Sekte es geht, doch anscheinend steht an meiner Hausfront in goldenen Lettern: „Hier klingeln, die haben nichts zu tun.“ Ob es nun um Jesus, Allah, Buddha oder irgendwelche Titanen geht, ich will nichts davon wissen. Dabei tragen die Menschen, die vor meinem Haus stehen, meist am wenigsten Schuld an all dem. Sie wurden entweder gezwungen, oder sind ziemlich verblendet. Wenn ich über irgend etwas reden wollte, würde ich entweder in eine Kirche oder zum Psychologen gehen, das muss ich nicht an meiner Türschwelle tun. Also bitte, nehmt euren Gott und redet doch mal selbst mit ihm. Der will doch sicher auch nicht immer mit schlecht gelaunten Menschen reden.

2. Der Verkäufer: „Sie sehen aus, als wollten sie einen neuen Staubsauger kaufen.“ Natürlich, wenn mein Staubsauger mal kaputt ist, warte ich grundsätzlich, bis jemand an meiner Tür klingelt und mir einen neuen anbietet. „Der ist besser als alles, was sie je zuvor benutzt haben.“ Sicher, deshalb müssen sie auch von Haus zu Haus gehen um ihr Produkt zu verscherbeln. Oder ein neues Messerset. Heeey, das habe ich mir schon immer gewünscht. Oft frage ich mich: „Wann kommt denn nun der nette Verkäufer wieder um mir neue Messer zu verkaufen, die waren ja so gut.“ In Zeiten des Internets ist es doch leichter als je zuvor, sein Produkt an den Mann zu bringen, muss man da morgens um 15 Uhr launige Studenten aus dem Schlaf klingeln?

3. Der Veranstalter: „Haben sie schon gesehen? Morgen um * Uhr im *-Club in * gibt es die beste Party seit langem!“ Ich bin mir nicht sicher, ob ich, wenn ich bereits Kinder hätte, diese auf eine U18-Party schicken würde, deren Veranstalter von Tür zu Tür gehen muss um genug Leute zusammen zu bekommen. Das strahlt minimal Unseriösität aus. „Am Samstag ist wieder Mädchenflohmarkt, kommen sie!“ Ja klar, endlich kann ich meine zahlreichen Klamotten in Größe XL verkaufen, und die ganzen Schminkutensilien die ich habe, kommen auch endlich weg!

Ich weiß, dass ich grundsätzlich zur Übertreibung neige. Aber es kann doch nicht sein, dass mittlerweile fast jeden Sonntag jemand klingelt und mir irgendwas aufdrücken will. Funktioniert das ähnlich wie bei Versandhäusern, dass dann da die Adressen ausgetauscht werden? „Hey ich wollte dem Typen gestern meine Religion aufdrücken, hat nicht geklappt, aber vielleicht möchte er ja deine Matratzen!“


Dies soll einfach nur eine Hassschrift sein und niemand dazu auffordern, genau so zu reagieren. Wie gesagt können die Menschen, die vor der Tür stehen, meist am wenigsten für ihre Lage. Sie brauchen entweder dringend Geld oder Erlösung. Oder beides. 

Ich brauche einfach mal meine Ruhe.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=nksTXmu1UAg]

Wer den Blitzer nicht ehrt, dessen Foto ist nichts wert.


Staus, Baustellen und Blitzer. Was für ein interessantes Thema! Und so spannend etwas darüber zu lesen! Ich sehe schon, die Begeisterung ist unglaublich. Aber ich denke, dass vor allem der Verkehr in Deutschland eines Textes meinerseits bedarf. Schließlich kann sich hier niemand drücken.


Um dem Ganzen zuvor zu kommen, mache ich jetzt einfach den (schlechten) Witz, den du jetzt gemacht hättest. Ich nehm‘ dir das mal ab: „Was ist der Unterschied zwischen einer Straßenbahn und einem Damenslip? Es gibt keinen, beide sind ein Verkehrshindernis.“ Knaller. So, nachdem das jetzt geklärt ist, nun zu den ernsten Dingen des Lebens. Zum Beispiel Baustellen!

Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, dass die Bundesregierung in einem geheimen Atombunker, ca. 200 m unter der Erde, alle Anträge zur Straßenausbesserung lagert. Sollte dann zufällig gerade irgendwo ein neuer Tunnel oder ein neues Gebäude gebaut werden, werden solche Anträge heraus geholt. So dass der Verkehr grundsätzlich doppelt behindert wird. Denn wenn’s schon kacke läuft, kann man ja ruhig noch die Toilette entfernen. Sprich: Wenn du schon im Stau stehst, sorgen wir dafür, dass da noch einmal ein paar Ampeln extra stehen. Dein Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Wir schauen, dass alles läuft außer das, was unser Name beinhaltet.

Ich rege mich im Auto relativ selten auf, außer im Radio kommt mal wieder irgend eine dämliche Morningshow, mittlerweile würde ich mir lieber Frühstücksfernsehen anschauen als diese gequirlte Scheiße. „Hihi wir sind so crazy und wecken deinen Freund oder machen verrückte Straßenumfragen um zu zeigen, wie unendlich dumm deine Generation ist. Trotzdem sollst du dich besser fühlen, deshalb lassen wir meist‘ einfach Immigranten sprechen.“ Könnt ich kotzen. In solchen Momenten fahre ich dann durch einen Blitzer. Nicht einmal einen lässigen Blick konnte ich auflegen. Verdammt.

4 Wochen später erhalte ich dann ein schönes Foto, auf dem ich versuche das Autoradio umzubringen. Ich weiß, dass das nicht geht. Lass mich. Ich denke schon, dass man in Deutschland Geschwindigkeitskontrollen braucht. Es gibt schließlich genug Verrückte. Zum Beispiel Fahrradfahrer. Aber das ist ein anderes Thema. Nur frage ich mich oft, warum immer genau dort kontrolliert wird, wo es völlig sinnlos ist. An einer Stelle, wo es weder erhöhtes Verkehrsaufkommen noch ein Wohngebiet gibt, keine gefährliche Kreuzung oder Einmündung. In einer 30er-Zone vor einem Kindergarten lässt man dann die Leute rasen wie in Imola 1994.

Es ist mir schon bewusst, dass da auch finanzielle Nöte eine Rolle spielen. Schließlich brauch man ordentlich Asche, die man dann auf den Kopf hauen kann, wie zum Beispiel für Straßen die ins Nichts führen. Soll es ja auch schon gegeben haben. Und da wird dann gerne mal ein Blitzer mehr aufgestellt. Habe ich überhaupt kein Problem damit. Aber warum lässt man dann Stellen frei, die wirklich gefährlich sind? Ich vermute, dass manche Sachen einfach nicht dafür bestimmt sind, Sinn zu machen.

Ich könnte mich jetzt weiter über Verkehrsteilnehmer echauffieren, die in der Fahrschule wohl eher mit Popeln als mit Aufpassen beschäftigt waren. Aber dann werde ich heute nicht mehr fertig. Und du musst noch mehr lesen, als du es eh schon musst. Ich denke, dafür gibt es irgendwann mal eine Sonderausgabe. Name: „Auto fahren mit Pippo oder: Wie bekomme ich am schnellsten einen Schlaganfall im eigenen Gefährt?“


Das waren jetzt nur 2 Beispiele zum Straßenverkehr und ich bin schon kurz vorm Nervenzusammenbruch. Es ist einfach ein ewiger Kampf mit der eigenen Beherrschung. Trotzdem: Nimm‘ das alles nicht so ernst und fahre vorsichtig! Es gibt schon genug Verrückte. Und von denen fahren manche dann sogar Auto! Ich denke ich werde in Zukunft einfach überall hin laufen. Auch in den Urlaub. Da fällt mir ein: 

Ich bin ja faul. Verdammt.

Werbung, die 2.


Ich weiß, ich weiß. Du hast sicher schon gar kein Bock mehr auf diese seltsamen Werbeclips. „Die sind ja nicht einmal HD!“ Trotzdem mache ich jetzt unbeirrt weiter.


Oh mein Gott! Wie kommt der Mann so schnell vom Boot zum Steg und zum Strand? Er muss ein Magier sein! Keine Cocktailparties? Wieso nicht? Auch Cocktails haben ihre Daseinsberechtigung! Und was machen die Schafe da? Grundsätzlich glaube ich ja, dass der Typ einfach arbeitslos ist. Jever war damals wohl das Bier, das heute Öttinger ist. Der Geschmack ähnelt sich übrigens sehr stark. Ich gehe außerdem davon aus, dass er sich bei dem Sturz eine schlimme Hüftverrenkung zugezogen hat. Armes Deutschland…

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„Mc Donalds ist einfach gut.“ Darüber lässt sich ja schonmal streiten. Dumme Wortspiele konnten sie aber definitiv schon immer. „Wenn sie was heißes wollen, gehen sie doch zu McDonalds.“ Ja ne, is kla. Ich schicke einen Notruf in die Welt hinaus: Wenn IRGENDJEMAND schon einmal etwas heißes von dieser FastFoodKette bekommen hat, möge er sich bei mir melden! Ich bin mir relativ sicher, dass dort (und das Essen wird ja sowieso nur aufgetaut) die Burger grundsätzlich nochmal 5 Minuten nach dem Erhitzen stehen gelassen werden, nur dass ja niemand etwas frisches bekommt. Und warum zur Hölle spricht da am Schluss der Sprecher von „Tv Total“?

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Kurzer Einschub aus den USA. Verdammt, ich brauche einen Hund!

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Und hier nun der visualisierte LSD-Traum: Fanta-Mango. Nichts für Menschen, die epileptische Anfälle bekommen können. Geschmeckt hat das Ganze dann auch nicht wirklich gut. Aber hey, DIE FLASCHE HAT ‚NE BRILLE AUF!

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Ich hatte ja auch schon einmal einen Autounfall. Die Reaktionen, als ich triumphal meine Versicherungskarte hervor streckte, waren jedoch leicht abweichend. Kurz: Sowas interessiert in dem Fall doch niemand? Abgesehen davon, dass die Allianz hauptsächlich damit beschäftigt ist, Geld an den FC Bayern anstatt an ihre Versicherten zu verteilen. Warum habe ich damals keinen Tomatensalat bekommen?

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Und nun die wohl größte Lüge der Werbegeschichte. Noch nie hörte ich den Ausspruch: „Es regnet? Mir egal, ich benutze 3-Wetter-Taft!“ Und was für eine Frisur! Da würde doch jedes Haarspray freiwillig die Arbeit ablegen. Damals ist die Concorde auch noch nicht regelmäßig abgestürzt. Das waren noch Zeiten!

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Werbung verändert sich eigentlich nicht wirklich. Die Produkte vielleicht (außer bei McDonalds), aber die Formen der Werbung sind doch immer gleich. Menschen kommen in schwierige Situationen, das Produkt holt sie wieder raus. Oder: Die Menschen kommen gar nicht in schlimme Situationen, denn sie haben ja das Produkt. Es gibt jedoch nur eine Sache, auf die ich seit 20 Jahren warte. Und 2015 ist es hoffentlich soweit! So wurde es zumindest versprochen. Auch wenn dieser Werbeclip nur ein Hoax ist.

Das Hoverboard! 

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