CAPSLOCK ERREGT DEINE AUFMERKSAMKEIT


Nur ein kurzer Hinweis: Falls du den unübersehbaren Facebook-Button zur Linken übersehen haben solltest, klick doch mal drauf! Dort gibt es allerhand Schabernack, auch außerhalb der Tage, an denen ich hier etwas poste. Also, drück doch einfach mal gefällt mir, dass ich mehr Menschen erreichen und in den Wahnsinn treiben kann. Und weil dieser Beitrag hier sonst so leer aussehen würde, hier meine Tipps für Halloween: 


Aktuelle Halloweenempfehlungen um mal wirklich die Leute zu erschrecken:

– Als Tempo 30-Schild verkleiden und durch Lichtenstein rennen.
– Als Salafist auf ein Bauernfest gehen.
– Als Kondom an einem katholischen Gottesdienst teilnehmen.
– Im echten Leben demonstrieren, gegen Dinge die wirklich falsch laufen.
– Partei gründen und Politik mit Substanz betreiben.
– Nette Kommentare im Internet verfassen.
– Nicht über Beruf/Religion/Selfie/erfundene Internetpersönlichkeit sondern über den Charakter profilieren

(Vorsicht! Einsamkeit an diesem Abend vorprogrammiert!)


Es gibt auf der Facebookseite aber keine süßen Katzenvideos. Nein, vergiss es!

Über Geschmack lässt sich nicht disputieren.


Heute geht es um die größte, beste, tollste Stadt der Welt! ESSEN! Ne, moment. Ach es geht um die Tätigkeit! Sollte man mir halt auch vorher sagen. Man man man…


Ich liebe Essen. Essen ist das größte. Essen gehört zu meinen Lieblingstätigkeiten. Ich esse gerne auch nur weil es mir Spaß macht. Vor einem halben Jahr habe ich meine Ernährung umgestellt. Zumindest so ein bisschen. Ich bin zwar trotzdem wieder teilweise in alte Muster zurückgefallen, aber grundsätzlich hat sich schon einiges geändert. Doch dazu will ich gar nicht so viel erzählen, das machen Andere schon genug. #eathealthy.

Dummerweise liebe ich auch ungesunde Sachen. Davon dann auch gerne sehr viel. Das wurde mir in der Vergangenheit zum Verhängnis. Das muss man auch erst einmal schaffen, intensiv Sport betreiben, dann aber so viel essen, dass man trotzdem noch zunimmt. Ich habe Unmengen verschlungen. Das hat sich mittlerweile zum Glück ein wenig eingependelt und die überflüssigen Pfunde sind auch wieder weg.

Ich kann auch stundenlang essen. Ich könnte wirklich ein Klischee-Franzose sein. Manchmal ist bei mir der Tag nicht in Frühstück – Mittagessen – Abendessen aufgeteilt, sondern ein großes Fressen. Ich will gar nicht wissen wie das aussehen würde, wenn ich regelmäßig kiffen würde. Man müsste mich wohl mit einem Kran aus dem Bett hieven. Doch wie hat Johann Wolfgang von Goethe schon gesagt:

Die Jugend verschlingt nur, dann sauset sie fort;
ich liebe zu tafeln am lustigen Ort,
ich kost‘ und ich schmecke beim Essen.

Was ich nun überhaupt nicht leiden kann, sind Menschen, die mir ihren Ernährungsstil aufzwingen wollen. Da ist es übrigens völlig egal ob das Vegetarier, Veganer, Flexitarier, Pexetarier sind oder ob sie nur Steine fressen. ICH ESSE WAS ICH WILL. Danke. Es interessiert mich einen Scheißdreck, ob du deinen Ernährungsstil hast, um irgendetwas oder irgendjemand zu retten. Ich muss mich nicht in irgendeine Schublade stecken lassen, um mich bewusst zu ernähren. Ich bin auch gegen Massentierhaltung, deshalb muss ich es trotzdem nicht jedem auf die Nase binden. Grundsätzlich andere Leute nerven, hat noch niemanden weitergebracht. Onlinepetitionen auch nicht.

Da 90% solcher Menschen das ganze sowieso nur betreiben, um auf irgendeiner Welle zu schwimmen, kommt dann noch dazu. Bitte, wenn du recherchiert hast und wissenschaftlich belegen kannst, warum irgendetwas besser als das andere ist, dann kannst du mich gerne versuchen zu überzeugen. Wer aber „MÖRDER“ schreiend auf mich zuläuft, weil ich gerade einen Döner esse, der kann mir nur ein müdes Lächeln rauben. Aber darum ging’s ja im letzten Eintrag schon. Erst informieren, dann reklamieren. Ganz einfach.


Ich liebe essen. Sollte ich im Lotto gewinnen, würde ich mir vermutlich ein Haus aus Bacon bauen. Oder ein Auto aus Hackfleisch. Das wäre schön. Auf jeden Fall ist essen etwas tolles. Egal ob ohne Fleisch, mit Fleisch, ohne Fisch, mit Fisch oder ohne Schatten. 

Ich könnte noch ewig so weitermachen.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=E6Ocqp16Ldc]

The Boy With The Thorn In His Side.


Die Smiths zählen zu den besten Indie-Pop-Bands der 80er Jahre und ihr Einfluss auf viele der heutigen Bands ist unumstritten. Der Manic Street Preachers-Sänger James Bradfield ging einmal sogar so weit zu behaupten, die Schmidts seien „die Beatles unserer Generation“ gewesen. Also seiner Generation. Ich bin ja zu jung für so etwas.


„The Smiths“ spielten nur ein einziges Mal in Deutschland. In Hamburg. Das war natürlich viel zu weit weg für mich. Außerdem 1984, also lockere 8 Jahre vor meiner Geburt. Auch da waren Komplikationen vorprogrammiert. 4 junge Männer aus Manchester gründen 1982 die Band und bleiben auch in dieser Besetzung bis zur Trennung 1987 zusammen. underschöne Melodien, luftige Gitarren, ein runder melodiöser Bass und traurig aggressive Texte über die Welt im kleinen und großen machen sie zu Stars.

Zu ihren größten Hits zählen „There Is A Light That Never Goes Out“, „Bigmouth Strikes Again“, „Shoplifters Of The World Unite“ und „This Charming Man“. Morrisseys Texte bewegen sich zwischen sozialkritischen Ansichten des Lebens und seiner subjektiven, nicht für jeden direkt nachvollziehbaren Gefühlswelt („I got confused – I killed a horse – I can’t help the way I feel“ aus „Is It Really So Strange?“) und spiegeln auch Motive seines großen Vorbilds Oscar Wilde wider. Er wird von der Presse stets als Sonderling behandelt. Viele Menschen, die ihn einmal getroffen haben, bezeichnen ihn danach als seltsam, unfreundlich und weltfremd.

Immer wieder sorgen „The Smiths“ für Skandale, zum Beispiel mit dem Song „Panic“. Morrissey wird vorgeworfen, rassistische Parolen zu singen („Hang the DJ“), dabei geht es ihm um seine tiefe Abneigung gegenüber Diskomusik. Der Sänger stellt sich auch offen gegen den Verzehr von Fleisch. Man muss bedenken, dass dies zu einer Zeit geschieht, in der die Popszene um gesellschaftskritische Songinhalte eher verlegen ist und ein Großteil der Bevölkerung tatsächlich glaubt, dass Vegetarismus zu Proteinmangel und somit unausweichlich zu Krankheiten führt.

1987 trennt sich die Band im Streit und dieser Streit soll bis in die Gegenwart anhalten. Heute gelten die Smiths als eine der einflussreichsten Bands der Geschichte und auch wenn ihr da draußen kein „The Queen Is Dead“-Album im Plattenschrank oder auf dem iPod habt: Mitsummen könnt ihr alle irgendwas. „The Smiths“ sind meine Lieblingsband und das seit nunmehr 10 Jahren. Ich hoffe, die Begeisterung konnte ich ein wenig herüberbringen.


Für mich sind „The Smiths“ übrigens die einflussreichste Band der Popgeschichte, wenn man die Beatles jetzt nicht direkt zur Popgeschichte zählt, sondern als Erfinder zählt. Selbst dann würden mir die Texte der Smiths noch besser gefallen. Leider werden sie in den letzten Jahren durch die Hipsterkultur doch sehr stark verbraucht. Vor allem durch ihre Verwendung in „500 Days of Summer“. Ich fand den Film kacke. Trotzdem haben sie mir beigebracht, was ich wirklich zum Leben brauche:

„Love, pizza, harmony. That’s all I need.“

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=DRtW1MAZ32M]

„Ich werde diese Schallplatte nicht kaufen, sie ist zerkratzt.“


Ich weiß nicht wie ich an Schallplatten als meine größte Musikquelle gekommen bin. Vermutlich durch meine Eltern. Liegt vermutlich unter anderem daran, dass sie nach wie vor ihre Platten aufbewahren, obwohl sie diese seit bestimmt 10 Jahren nicht mehr hören.


Als Kind habe ich hauptsächlich Kassetten gehört. „TKKG“ oder „Die drei ???“ waren immer genau das richtige um einzuschlafen. Vor allem aus einem Rekorder, der schon total eierte und bei dem die Radioantenne komplett verbogen und kaputt war. Eigentlich war die Ära der Kassetten damals schon so gut wie vorbei, CDs waren das Medium, dass man benutzte. Deshalb weiß ich auch gar nicht, wieso der Bleistift und die Kassette als Symbol für die 90er gesehen werden.

Als ich irgendwann im kauffähigen Alter war, konnte ich mir selbst CDs kaufen, zu dieser Zeit waren Maxi-Singles total in. 10 Mark für 1 Lied waren natürlich total gerechtfertigt. Oft war auch einfach das selbe Lied 3 Mal auf einer CD, dass sie nach mehr aussah. Ich bin trotzdem darauf reingefallen. Während der Pubertät entdeckte ich dann den alten Plattenspieler meiner Eltern, der seit 10 Jahren am gleichen Platz stand, ich hatte ihn nur immer übersehen.

Glücklicherweise besteht ein Großteil meines Musikgeschmacks aus Bands der 70er und 80er Jahre. So konnte ich die elterliche Vinylsammlung plündern. Dabei waren Knaller wie „The Dark Side of the Moon“ von Pink Floyd und „Licensed to Ill“ von den Beastie Boys. Vor allem aber war ich fasziniert von dem Klang.

Es ist eine Lüge, dass Vinyl besser klingt als CD. Aber genau das ist doch das Interessante daran. Der Ton, der leicht eiert, das Knistern im Hintergrund und natürlich dass die Nadel gerne mal verspringt (Ok, das ist nicht unbedingt interessant). Ich glaube nicht, dass das viel mit Nostalgie zu tun hat. Schließlich bin ich in einer Zeit geboren, in der Vinyl schon lange out war. Das heißt, ich hatte bis zu meinem 14. Lebensjahr nie eine Schallplatte gehört. Trotzdem denke ich, dass Schallplatten auch immer ein Stück Natürlichkeit mitbringen, das CDs (oder mp3) nicht bieten können, da sie bis zur Perfektion durchproduziert sind.


Es scheint ein Phänomen meiner Generation zu sein, sich immer an der Vergangenheit festzuhalten. Könnte vielleicht daran liegen, dass wir bisher einfach keine eigene Geschichte haben. Ich höre Schallplatten, weil sie mir einen Einblick in die Zeit vor meiner Geburt geben und auch der Klang ist für mich etwas Besonderes.

Vielleicht aber auch einfach nur Einbildung.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=0e8j3-TuzCs]

We can make this world into our movie.


Ich habe hier ja schon einmal geschrieben, dass ich viele Sachen am Kino abgrundtief hasse. Und heute erzähle ich mal, was ich daran liebe. 


Es fängt bereits an, nachdem man die Karten gekauft hat. Wie viel Popcorn? Na wieso nicht gleich einen Eimer? Auch beim Getränk sollte man ausreichend versorgt sein, am besten direkt 1,5 Liter. Dass da 2 Strohhalme sind, ist völlig irrelevant, schließlich haben wir niemand, der mittrinken würde. Wenn man nun rechtzeitig im Kinosaal ankommt, erwartet einen erst einmal die Werbung. In meiner Stadt verhält sich das so: regionale Bildwerbung, regionale gefilmte Werbung, Trailer, Film.

Was das im Klartext heißt? Das Autohaus „Pflumbenmeier“ wirbt mit besonderen Angeboten, die es zwar bei jedem anderen Autohaus auch gibt, aber da ist natürlich der Umgang nicht so familiär. Oder das Café „Winter“, das sich damit rühmt, einen Gutschein auf der Rückseite jeder Eintrittskarte platziert zu haben. „Was, 50 Cent Rabatt? Da müssen wir nachher noch hin!“ Wenn die lustigen Bildchen fertig sind, kommt die professionell gefilmte Werbung aus der Region. Das bedeutet, hier kommen genau 2 Clips. Eins von der überregionalen Zeitung, die eigentlich nur Müll schreibt, ihre Zentrale aber unweit des Kinos hat und deshalb hier wohl Narrenfreiheit hat. Der zweite Clip ist von „Seitenbacher“. Ich denke jede weitere Erläuterung erübrigt sich.

Dann beginnen die Trailer für neue Filme. Diese Phase geht meist noch einmal 10 Minuten. Aber ich liebe das. Trailer sind oft besser als der Film selbst. Kompakt, spannend, lustig, was auch immer. Meistens noch mit guter Musik unterlegt und perfekt wäre der Kurzfilm. Dummerweise kam wohl irgend jemand auf die dumme Idee, das ganze dann noch auf 1 1/2 Stunden zu strecken, was dann eigentlich alles wieder kaputt macht. Aber das ist ein anderes Thema.

All dieses Vorgeplänkel ist für den normalen Kinobesucher recht langweilig. Ich liebe das. Denn meist ist im Voraus nicht sicher, ob der eigentliche Film denn nun gut ist. Somit hätte man immerhin 20 Minuten gute Unterhaltung gehabt , wenn auch die folgenden 90 Minuten schlimm werden sollten. Auch das würde die 15 Euro Eintritt nicht rechtfertigen, aber immerhin waren die Sitze gut!

Mein erster Kinofilm war angeblich „König der Löwen“. Da war ich 2 Jahre alt. Abgesehen davon, dass meine Eltern wohl alle erzieherischen Tugenden (zugegeben, der Film ist ja auch gut) haben fahren lassen, habe ich sowieso davon nichts mitbekommen, wahrscheinlich habe ich geschlafen. Es gibt trotzdem durchaus schlimmere erste Filme im Leben. Wenn ich sämtliche Filme, die ich im Kino gesehen habe, zusammenfasse, würde ich behaupten, dass 10% wirklich gute Filme waren. Der Rest war rausgeschmissenes Geld. Und wir Schwaben hassen Fehlinvestitionen.

Trotzdem liebe ich das Kino. Allein schon das Sitzen in der Dunkelheit, das Raunen das bei spannenden Filmen durch das Publikum geht, oder die herzhaften Lacher. Auch das klebrige Popcorn, die ziemlich ungesunde Cola, der unfreundliche Verkäufer und die quietschenden Sitze tragen ihren Teil bei. Aber einfach diese Gewissheit, für die kommenden 90 +- Minuten an nichts anderes denken zu müssen, ist schon etwas besonderes. Ich muss auf jeden Fall noch einmal darauf hinweisen: Der zweite Teil von „Planet der Affen“ ist kacke!


Wenn Kino mittlerweile nicht so teuer geworden wäre, würde ich deutlich öfter hingehen. Dummerweise bin ich Student. Gleichwohl denke ich, dass wenn man zu oft geht, der Reiz schnell verschwindet. Außerdem werden die Filme dadurch natürlich auch nicht besser. Da fällt mir ein: Es geht doch nichts über Popcorn, das am ganzen Körper klebt, sobald man das Kino verlässt. Diesen wichtigen Punkt hatte ich vergessen.

Klasse sowas.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=SjDfh2Xz9CA]

Sieben Bier sind auch ein Schnitzel.


Was für ein Satz. In seiner tiefgründigen Wahrheit nicht zu überbieten. Als ich diesen Ausspruch im Alter von sechs Jahren zum ersten Mal von einem Bekannten hörte, konnte ich nichts damit anfangen. Doch nun habe ich es begriffen. Eine Lobeshymne an den Gerstensaft.


Es ist ja allgemein bekannt, dass Deutschland das Land des Bieres ist. Seit Jahrhunderten wird hier der edle Saft gebraut und wurde schon für so manchen zur Inspiration oder zum Niedergang. Ich will heute eine sehr einseitige Diskussion führen (klar, bin ja auch der Einzige der teilnimmt). Vor allem wegen seines Alkoholgehaltes steht das goldene Gebräu oft in der Kritik. Jugendliche überschätzen sich gerne in ihrem Leichtsinn. Doch es gibt auch Positives zu berichten.

Von meinem ersten Bier musste ich mich fast übergeben. Klar, es war ein Pils, nicht unbedingt der beste Einstieg. Der bittere Geschmack ließ mich im Alter von 13 Jahren (Falls dass meine Eltern das lesen sollten: Das hier ist frei erfunden!) nicht unbedingt gut aussehen. Doch wer Bier trinkt ist ein Mann. Von dem her war für mich klar: Du wirst Biertrinker!

Als ich dann im legalen Alter war, war das erste Ziel klar gesteckt: Möglichst viel vertragen. Das ist vor allem während des Heranwachsens eine wichtige Eigenschaft. Schließlich zählt während dieser Jahre der Charakter nicht, der Schein muss gewahrt werden. Zwischendurch ein Tipp: Sechs Bier während eines Fußballspiels zu trinken, zeugt nicht von Stärke, sondern von Wahnsinn. So gingen die Jahre ins Land und ich wurde immer besser darin, dieses Getränk zu trinken, ja zu inhalieren.

Irgendwann stoß ich jedoch auf ein Problem. Sobald man viel verträgt, schlägt sich das deutlich auf das Portemonnaie nieder. So gibt es des öfteren Abende, an denen ich beleidigt heim gehe, weil ich kein Geld mehr habe. Doch mittlerweile kann ich sogar Pils trinken, ja sogar ziemlich gerne. Es gibt eigentlich keine Sorte, die ich nicht gern trinke. Außer eine besondere Gattung, die nur der Teufel geschaffen haben kann. Das Mischbier.

Gerne trinke ich auch mal ein Radler, vor allem nach dem Sport. Das ist frisch und schlägt auch nicht so auf den Magen. Was aber die restlichen Mischwerke angeht, da bin ich wirklich ratlos. WER kam auf die Idee, in so ein wundervolles Getränk BANANENSAFT zu schütten und wo wohnt er? Oder Kaktus-Feige-Orange-Grapefruit. Was für eine Scheiße. Da schmeckt man doch kein Bier mehr raus. Da kann man ja gleich seinen Kopf in Obstsalat tauchen. Ich will Bier doch wegen des Geschmacks trinken, die herbe Würze eines Pils oder die feine Hefe eines Weizens schmecken. Ich trinke doch auch kein Kirsch-Sekt. Gut, ich trinke gar kein Sekt. Aber das ist eine andere Geschichte.

Bier ist gesund. Das ist mittlerweile bewiesen. Natürlich nur in Maßen, Kinder. Und wer sich betrinken will, kann ja gleich „Beck’s“ trinken, das Bier ohne Eigenschaften. Für jeden verträglich und wer genug davon trinkt, segelt auf einem grünen Segelboot der Sonne entgegen. Oder dem Krankenhaus. Auf jeden Fall sollten wir mehr Bier trinken. Ich meine damit allgemein mehr, nicht der Einzelne. Das übernehme ich dann schon. Und wenn du dich nächstes Mal vor der Entscheidung stehst, ob du ein Bier oder ein Schnitzel zu dir nehmen sollst: Nimm das Bier.


Ich will hier niemanden zum Trinken anstiften, das wäre auch nicht meine Art. Bitte erst ab 16, schließlich gibt es schon genug Alkoholprobleme der Jugend, da musst du nicht auch noch damit anfangen. Trinke in Maßen, denn der Geschmack eines Bieres verfällt immer mehr, wenn man mehr davon trinkt. Ziemlich kompliziert, ich weiß. Abgesehen davon:

Dann bleibt mehr für mich.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=GP_n9skxmgc]

Für eine menschenunwürdige Scheißgesellschaft!


Möchtest du einen Ausruf hören, den sicher jeder Mensch schon einmal gehört hat (außer er ist ein Streber, ekelhaft sowas)? 6, setzen! Das kennst du doch, oder? Das ganze Leben werden wir geprüft. Aber warum nicht darüber hinaus? Ein Ansatz.


 Andauernd werden wir nach Zahlen eingeordnet. Das Leben ist ein einziges Bewertungssystem. Ein ziemlich schlecht durchdachtes Bewertungssystem. Wer heute im Kindergarten noch nicht fließend Aramäisch spricht, ist ein Aussenseiter. Meiner Meinung nach sollte man allgemein Bildung und Wettbewerb viel früher vereinen. Wenn ein Kind auf die Welt kommt, soll es gefälligst auf Englisch schreien!

Bereits im Säuglingsalter muss die Fähigkeit vorhanden sein, komplexe mathematische Gleichungen zu lösen: „Oooh hat der Kleine schon wieder eingekackt? Komm‘, ich wickel dich. Hier hast du dein Kuscheltier. Und jetzt sag mir doch mal, was das ist:

f(z)=n=0an(zz0)n

Wie, das kannst du nicht? Mein Kind ist ein Versager!“ Stress im Elternhaus ist da zwar vorhersehbar, aber immerhin weiß man direkt wo man steht. Wenn der kleine Pupser das lösen kann, ist er akzeptiert. Wenn nicht, handeln wir halt wie bei den alten Spartanern. Tja, nur die Harten kommen in den Garten, der sich Gesellschaft nennt!

Weiter geht es im Kindergarten. Dort sollte man durchaus befähigt sein, die quantenmechanische Wirksamkeit von Legosteinen zu erkennen und anzuwenden. Die Atombombe für die Kleinen. Zeit bleibt nicht viel, nach dem Kindergarten steht bereits die Abiturprüfung an! Und so geht’s immer weiter. Mit 8 Jahren sollte man sein Studium inklusive Master abgeschlossen haben, um noch 55 glückliche Jahre in die Staatskasse einzahlen zu können. Zeit ist Geld! Außerdem brauchen wir mehr Fernsehshows, die unser Selbstvertrauen weiterhin zerstören!

Vor allem eine Bewertung über das Leben hinaus wäre eine sinnvolle Idee. Ich fordere ultimative Lebensabschnittsnoten! „Heidi Müller: 5-“ steht dann auf dem Grabstein. Aber lasst uns doch nicht beim Tod aufhören! Noten für den Verwesungsprozess wären eine durchaus angebrachte Wettbewerbssteigerung. Könnte man auch ne prima Fernsehshow daraus machen. Selbstverständlich mit Dieter Bohlen und Jorge.

Wenn unser Leben so strukturiert wäre, gäbe es keine Probleme mehr auf der Welt, keine Kriege! Schließlich wäre jeder damit beschäftigt, besonders gute Noten zu bekommen, sein ganzes Leben lang. Na, wäre das nichts? Verstehe doch, Vergleichbarkeit ist wichtig! Warum, weiß ich jetzt auch nicht, aber wir brauchen mehr Vergleichbarkeit! Wenn wir Vergleichbarkeit nicht hätten, würde das europaweite Bachelorsystem ja gar keinen Sinn machen! Vielleicht verstehst du mich, wenn du Student bist. Wir müssen mehr vergleichen, damit jeder erkennt wie Scheiße er ist. Einer gewinnt, bis er beim nächsten Mal wieder versagt. Also, mach dir doch keinen Stress!


Ich finde meine Idee sehr gut. So käme endlich mal Ordnung in unser verrücktes System! Wer braucht schon kreative Freiheit und Emotionen wie Liebe. Widerlich so etwas! Aber vielleicht sollten wir uns mit unserer Zahlenspinnerei einfach mal zurück nehmen. Mach dir nicht so viele Gedanken über dein Leben. Letztendlich besteht es eh nur aus schlechten oder guten Noten. Und dazwischen ist vielleicht doch noch ein wenig Platz für Emotionen. 

 

Keine Panik.