LIEBSTER AWARD, alda!


Ich wurde für den Liebster-Award nominiert. Wahnsinn. Sarah war’s. Anscheinend gibt es tatsächlich Menschen, die diesen Blog lesen. Sachen gibt’s. Hier die 11 Antworten auf die 11 Fragen, die sie mir gestellt hat:


liebster-award1

1. Was möchtest du mit deinem Blog erreichen?

Ich möchte die Weltherrschaft an mich reißen, was sonst. Abgesehen davon wären Ruhm, Reichtum und Frauen natürlich auch ganz toll. Dummerweise habe ich wohl die Hochzeit der Blogs verpasst. Wie so oft.

2. Warum hast du angefangen zu bloggen?

Aus Langeweile. Eines Tages dachte ich mir: „Wieso gehst du den Leuten einfach nicht auch noch im Internet auf den Sack, wenn du das doch sowieso schon im echten Leben machst?“ Eine Idee war geboren…

3. Hast du davor schon andere Blogs gehabt?

Ich war mal bei MySpace, zählt das?

4. Was willst du in deinem Leben erreichen?

Ich möchte viel Geld mit möglichst wenig Arbeit verdienen. Deshalb schreibe ich. Und deshalb bin ich hier. So funktioniert das doch mit den Blogs, oder? Hallo? Irgendjemand?

5. Was ist dein größter Traum?

Ich möchte einmal im Leben Guido Maria Kretschmer treffen…um sein Gesicht spontan einer Schönheits-OP zu unterziehen. Mit der Faust.

6. Was zeichnet dich aus?

Meine charmante Art. Ich bin selbstbewusst, teamfähig und kann kreativ und selbstständig arbeite…Ach ne, das war meine nächste Bewerbung. Ich denke, dass ich einen aushaltbaren Humor und eine akzeptable Allgemeinbildung habe. Ich bin so K-L-U-K!

7. Welches ist dein schönstes Erlebnis?

Was jetzt, in diesem Moment? Ich liege im Bett und bin satt. Das dürfte das vermutlich schönste Erlebnis sein. Ich bin mal im Urlaub auf Lanzarote fast von einer Klippe gefallen. Das war lustig.

8. Welche drei Dinge möchtest du unbedingt in deinem Leben ausprobieren?

Eine Südpolwanderung, ein Fallschirmsprung und Geschlechtsverkehr! Oh, das war ein Auszug aus meinem Tagebuch der 5. Klasse. Am Südpol war ich bis jetzt trotzdem noch nicht.

9. Bist du ein Abenteurer und wagst gern Neues?

Ja total, ich bin immer so spontan und freaky drauf, eigentlich sollte ich bei „Berlin, Tag & Nacht“ mitspielen. Ach ne, ich bin ja nicht geistig minderbemittelt, ich vergaß.

10. Welche Länder willst du noch bereisen?

DEN SÜDPOL VERDAMMT! Eventuell auch mal Schottland oder Finnland.

11. Wie sollte dein Leben sein, damit es perfekt wäre und du alles machen kannst, was du dir wünschst und erträumst?

Mein Leben ist perfekt! Ich habe einen Blog bei WordPress, was will man mehr? Finanzielle Unabhängigkeit, eine liebende Freundin oder Erfolg im Beruf? Pah, lächerlich!

 

Meine Nominierten

schwabenkrawall

Hobbyweltverbesserer-Blog

HimmeLisa

Morgenspaziergang

(Ich weiß dass das nur 4 Blogger sind, YOLO!)

Mein Fragen an euch:

1. Wann hast du mit dem Bloggen begonnen?
2. Welche Themen sind deine Spezialität?
3. Warum liegt hier eigentlich Stroh?
4. Hast du dich im Internet schon einmal verliebt?
5. Welche 3 Regeln beim Bloggen sind deine obersten Gebote?
6. Den Newsletter welchen Blogs bekommst du in dein Emailfach?
7. Wer ist dein größter Fan/Follower?
8. Was ist dein nächstes Reiseziel?
9. Was war  die größte Hürde in deinem Leben, die es zu überwinden galt?
10. Was war die schönste Erfahrung dem gegenüber?
11. Wo siehst du dich und deinen Blog in 3 Jahren?

Regeln

1. Danke der Person die Dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Artikel.

2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.

3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1.000 Follower haben.

4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für Deine nominierten Blogger zusammen.

5. Schreibe diese Regeln in Deinen Liebster Award Blog Artikel.

6. Informiere Deine nominierten Blogger über den Blog Artikel.


Zur Feier des Tages seht ihr hier, wie ich mich auf einer Preisverleihung verhalten würde. Ich bin nämlich ein sehr netter und überhaupt nicht eingebildeter Mensch.

Ihr Fotzen! 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=RoDNoM456OE]

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Da steh ich schon, des Chaos vielgeliebter Sohn.


Nach fast zweiwöchiger Abstinenz denke ich, dass es Zeit ist, ein besonders anspruchsvolles Thema zu behandeln. Ordnung bestimmt uns. Sei es im Beruf, in der Liebe oder einfach im Kinderzimmer. Mich nicht. Das ist eigentlich nicht besonders vorteilhaft, aber schlimme Depressionen habe ich deswegen auch nicht.


„Das Genie beherrscht das Chaos!“ Das ist definitiv mein Leitspruch. Ich weiß nicht genau, wo Unordnung aufhört und Chaos beginnt, bei mir ist es sicherlich irgendetwas dazwischen. Ich finde alles ohne lange zu suchen, außer meinen Autoschlüssel, aber das ist eine andere Geschichte. Komischerweise sieht mein Zimmer oft aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen und trotzdem habe ich überhaupt kein Problem damit, etwas zu finden. Meine Mitmenschen sind davon leider nicht zu überzeugen.

In vielen Dingen bin ich definitiv erwachsener geworden. Ich organisiere mein komplettes Leben selbst (was ja zu erwarten ist mit Anfang 20), das mit dem Aufräumen klappt aber immer noch nicht so wirklich. Das soll jetzt nicht heißen, dass ich ein Messi bin, ich könnte genau so gut 90% der herumliegenden Sachen einfach wegschmeißen ohne Reue zu verspüren. Dafür müsste man aber zum Mülleimer laufen. Wenn ich Besuch bekomme, räume ich stets davor auf ,denn eigentlich ist mir die ganze Sache ziemlich peinlich. Wenn ich aber sicher bin, dass in absehbarer Zeit niemand vorbei kommt, wird auch nichts getan.

„Ordnung ist das halbe Leben“. Bedeutet das, dass ich bisher nur mein halbes Leben genießen konnte? Habe ich etwas verpasst, weil ich es nicht schaffe, die leeren Schuhkartons wegzuschmeißen? Ein brasilianisches Sprichwort lautet: „Zuviel Ordnung vertreibt das Behagen.“ Genau so sehe ich das auch. Warum sollte alles einen bestimmten Platz zugeordnet bekommen, wenn ich diesen Platz sowieso nach kurzer Zeit schon wieder vergessen habe? Ich habe doch auch keinen bestimmten Platz in der Gesellschaft, dann sehe ich es auch nicht ein, diktatorisch Ordnung zu halten. Ich liebe schließlich die Freiheit. Vor allem die Freiheit, Sachen auch einfach mal liegen zu lassen.

Mein Tagesablauf dagegen ist extrem geordnet. Mir fällt es schwer, spontane Änderungen zu akzeptieren und wenn mal etwas nicht reinpasst, bringt mich das total aus der Fassung. Deshalb versuche ich auch immer und überall überpünktlich zu sein und erwarte das auch von Anderen. Eigentlich hasse ich mich dafür, aber anders komme ich überhaupt nicht klar. Da kann ich auch schon einmal patzig werden, wenn sich jemand verspätet. Vielleicht ist es auch genau deshalb für mich in Ordnung, dass daheim nicht alles seine Ordnung hat. Ist doch in Ordnung, oder? Ha, was für ein Abschluss.


Manchmal frage ich mich, ob ich eine dissoziative Identitätsstörung habe, denn soviel Ordnung und Chaos in einer Person ist für mich unvorstellbar. Gleichzeitig stört es mich nicht. Irgendwie finde ich das alles ganz OK. Ach übrigens: Das Lied hat keinen direkten Bezug zum Thema, stammt aber von dem Album „Das Chaos und die Ordnung“. Außerdem ist Wochenende!

Alles ziemlich durcheinander heute.

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=eqAB9jkf4FQ]

Wie der Gärtner, so der Garten.


Hier sind wir nun also. Im Garten. Meiner privaten Hölle. Ich bin so unfähig in Sachen Gartenarbeit, ich bin froh überhaupt den Rasen mähen zu können, ohne mir ein Bein abzusäbeln.


Da steh‘ ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor. Vor der Hecke. Es wäre so einfach gewesen, sie schön gerade abzuschneiden, aber ein bisschen expressionistischer Charme hat noch niemandem geschadet. Ich habe mich ja bereits gestern über Nachbarn in Gärten beschwert. Im Moment frage ich mich, warum ich das nicht auch öfter gemacht habe. Meine Mitbewohner scheinen einen grünen Daumen zu haben. Ich allerhöchstens mal einen blutenden.

Rasen mähen kann ich! Also wenn’s sein muss. Im Normalfall sträube ich mich eher. Oder verstecke mich. Wenn ich es dann doch einmal machen muss, ist das alles eine Angelegenheit von 20 Minuten. Dass ich gerne mal Sachen verschiebe, solltest du ja bereits wissen. Dummerweise besitzen wir einen akkubetriebenen Rasenmäher. Er gibt seinen Dienst also nach maximal 10 Minuten auf. Und so richtig gründlich schneidet er das Gras auch nicht. Ich bin aber auch zu faul einen neuen zu kaufen. Oh grausame Welt!

Ich hatte schon oft den Gedanken, ob ich nicht einfach ausziehen soll. Dann hätte ich mit Sicherheit keinen Garten mehr. Aber eigentlich finde ich das alles ja schön. Wenn ich es nicht selbst machen muss. Eigens gezüchtete Tomaten oder Johannisbeeren sind etwas herrliches. Aber der Gang zum Supermarkt ist auch schnell gemacht. Immerhin habe ich erreicht, dass wir unser Holz für den Ofen nur noch kaufen und nicht mehr selbst schlagen. Wie ich das erreicht habe, wird die Öffentlichkeit besser nie erreichen. Sollte ich irgendwann einmal in einer Quizshow sitzen, ich hätte prächtige Chancen viel Geld zu gewinnen. Außer es kommt eine Frage, in der man irgendeine Pflanze benennen muss. Und wenn es eine lächerlich einfache Frage wäre, ich könnte sie nicht beantworten.

Im Biologieunterricht habe ich lieber Bilder von sprechenden Bäumen gemalt, als einmal aufzupassen. Das hat nicht nur zu meiner allgemein seltsamen Weltauffassung geführt, ich habe dazu noch keine Ahnung von Pflanzen. Könnte natürlich auch ein Grund sein, warum ich nichts von homöopathischer Arznei halte. Ich habe absolut keine Ahnung davon.


Sollte ich (und das ist ziemlich unwahrscheinlich) jemals genug Geld haben, mir ein eigenes Grundstück zu kaufen, werde ich es komplett zubetonieren lassen. Kein Grün soll mehr zu sehen sein, dafür ein wunderschöner Parkplatz. 

Weil ich es kann.

Der beste Nachbar bleibt der, den man von weitem grüßt.


Jetzt habe ich es doch tatsächlich noch geschafft. Wer mir auf Facebook folgt, wird gemerkt haben, dass mir dieses Thema Probleme bereitet. Bin jetzt aber darüber hinweg, deshalb hier eine Lobeshymne an meine Nachbarschaft. Sollen sie hochleben! 


Nachbarn sind ja schon etwas tolles. Vor allem am Wochenende. Da will man einmal Sonntags länger schlafen, dann fangen die tatsächlich früh morgens um 15 Uhr an, ihren Rasen zu mähen. Was für eine Frechheit! Sonntage sind doch nicht umsonst Ruhetage. Abgesehen davon sind die meisten hier sowieso schon Rentner, also könnten sie all‘ ihre Gartenarbeit doch auch unter der Woche erledigen, wenn ich eh nicht da bin. Aber nein, das wird schön für das Wochenende aufgehoben.

Ich bin einfach vom Glück verwöhnt. Einer meiner Nachbarn sammelt nämlich auch noch Traktoren. Ich bin wirklich froh, in einem Dorf zu leben, wo es auch mal ruhiger zugeht. Aber komischerweise sind wohl alle in meinem Umkreis schwerhörig. So ein Traktor muss natürlich regelmäßig laufen. Ohne dass ihn jemand fährt. Vor meinem Haus. Den ganzen Tag. Ein Anderer macht das Gleiche mit seinem Opel Corsa. Nachts. Um 3 Uhr. Von Montag bis Freitag. Und dann sind dann noch die Partynachbarn.

Ich bin sicher kein Kind von Traurigkeit. Ich frage mich nur wie manche Menschen Mittwoch nachts ihre Musik so laut laufen lassen können, dass man ACDC und Metallica noch in 2 km Entfernung hört. Die haben wirklich Glück, dass ich diese Musik mag. Wo haben sie die ganze Zeit her? Arbeiten können sie wohl nicht. Trotzdem wurde ihre Doppelhaushälfte mit Sicherheit nicht vom Staat bezahlt. Mysteriös. Ich würde ja auch mal eine richtig derbe Hausparty feiern, bis in die Morgenstunden laut sein und leere Flaschen auf’s Nachbargrundstück werfen. Dummerweise habe ich zuviel Angst, dass etwas kaputt gehen könnte. Ziemlich spießig eigentlich. Vielleicht ist es mir einfach ein Anliegen, dass meine Nachbarn schlafen können, zumindest unter der Woche. Andere Menschen haben dieses Mitgefühl wohl nicht.

Mein Hauptproblem mit Nachbarn ist aber eigentlich das Lästern. Es ist durchaus interessant zu erfahren, was und wen man alles geschwängert hat und welche Drogen man so zu sich nimmt. Die BILD ist investigativer Journalismus dagegen. Na ja so ist das nun einmal. Wer selbst nichts zu bieten hat, muss eben von Anderen erzählen.


So, das musste mal raus. Ich habe die leise Hoffnung, dass das alles in Großstädten etwas angenehmer abläuft. Dann hätte ich immerhin schon ein Fluchtziel. Gut, jetzt muss ich aber echt gehen, es gibt noch benachbarte Fenster, die ich einwerfen muss!

Lasse reden! 

Wider das Vergessen.


Jetzt hätte ich heute fast vergessen hier einen neuen Eintrag zu verfassen. Gut dass es bei mir noch nicht ganz so schlimm ist. Wirklich gut aber auch nicht. Der folgende Text wird vermutlich auch nicht so lang, da mir die Hälfte schon wieder entfallen ist.


Das Problem kennt wahrscheinlich jeder. Es ist früher Morgen, man hat verschlafen und beeilt sich, um nicht zu spät zu kommen. Doch meistens fehlt der Autoschlüssel. Selbstverständlich habe ich einen Platz, wo ich ihn immer hinlege, genau so selbstverständlich liegt er morgens nicht mehr dort. So vergehen die Minuten und ich bin am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Dieses Mal liegt er in der Toilette. Also in dem Raum, nicht in der Schüssel. Wobei mich das irgendwann auch nicht mehr überraschen würde.

Wie er da hingekommen ist, weiß ich natürlich nicht. Ich habe mir schon oft die Frage gestellt, ob ich schlafwandle. Vielleicht sind es aber auch kleine Wichtel, die nachts meinen Autoschlüssel verstecken. Oder ich bin einfach nur unfassbar vergesslich. Es gibt ja diverse Trainingsmethoden, um solchen Umständen vorzubeugen. Dumm nur, wenn keine davon bei mir wirkt. Ich vermute, dass ich einfach mit Alzheimer auf die Welt gekommen bin. Wenn es nun wie bei „Benjamin Button“ so wäre, dass alles besser wird, wäre ich ja beruhigt, aber das wird es nicht.

„Wo hast du ihn denn das letzte Mal gesehen?“, höre ich dann. Das ist durchaus eine gute Methode, um verlorene Dinge wieder zu finden. Vor 2 Wochen bin ich bestimmt mal Auto gefahren, da war er in meiner Hosentasche. Na toll, das klappt ja super. Auch bei meinem Handy passiert so etwas öfter. „Ruf es doch mal an“. Das hat man davon, wenn man sein Smartphone immer auf „Lautlos“ gestellt hat. Ich würde viel lieber meinen Schlüssel mal anrufen. Ich hatte mal so einen Anhänger an meinem Schlüsselbund, der auf Tastendruck piept. Dumm nur wenn man dann auch noch die Fernbedienung verliert. Es ist ein Graus.


Ich war mir sicher, dass ich noch etwas schreiben wollte. Bin mir aber nicht ganz im Klaren, was es war. Ich sollte einfach aufhören, mich über so etwas aufzuregen, das macht alles nur noch schlimmer. Muss jetzt auch los, ich kann ja nicht den ganzen Tag Blogeinträge schreiben.

Wo war jetzt noch mal mein Autoschlüssel? 

[vimeo http://vimeo.com/2285902]

Hurra, hurra, die Schule brennt.


Mit großer Freude erinnere ich mich an meine Schulzeit. Damals war alles leichter und man hatte viel mehr Freizeit. So ist zumindest meine Erinnerung. Ob das alles ganz so stimmt, versuche ich im folgenden zu erörtern. Es geht hier übrigens nur über weiterführende Schulen, an den Rest kann ich mich nicht mehr erinnern.


„Du gehörst jetzt zur Bildungselite“, haben sie gesagt. „Hier lernst du für’s Leben“, haben sie gesagt. Im Nachhinein bin ich mir ja nicht ganz so sicher, ob das wirklich ernst gemeint war, oder ob das einfach leere Worte waren. Denn zumindest bis zur 11. Klasse wäre mir nicht aufgefallen, dass es an dieser Schule besonders elitär zu ging. Besonders Lehrkräfte wiesen immer wieder deutliche Defizite in ihren Sozialkompetenzen auf, aber dazu später mehr.

Wie ein Honigkuchenpferd habe ich am ersten Schultag gestrahlt. Im Gegensatz zu meiner Grundschule war dieses Gymnasium riesig. Gleich 3 Gebäude mit großem Schulhof beeindruckten mich. Dies führte übrigens bis zu meinem Abitur dazu, dass ich mich regelmäßig verlief. Einen Getränkeautomaten hatte ich noch nie gesehen und „Aufenthaltsräume“ sowieso nicht. Ich hatte auch das Glück, mit einem Grundschulfreund in die gleiche Klasse zu kommen und schnell Freunde zu finden. Dieser Freund verabschiedete sich bereits nach einem Jahr Richtung Realschule. Im Nachhinein kann ich es ihm nicht verdenken.

Die Zeit der Unterstufe war eine relativ einfache. Man musste noch nicht so viel für gute Noten tun und die Rangordnung im Pausenhof war klar definiert. Wer älter ist, hat recht. Wer älter ist und dazu noch Lehrer, hatte sowieso völlige Freiheit, was sein Handeln betraf. So ging das Leben recht ruhig weiter, bis irgendwann die Pubertät eintrat. Die Noten gingen in den Keller und der Gruppenzwang wurde immer stärker. Das ich nie zu den „Coolsten“ gehörte, war mir schnell klar, ich versuchte jedoch stets mich an diese Kinder zu hängen, einfach um dazu zu gehören.

Eigentlich hatte so ziemlich jeder zu dieser Zeit einen Durchhänger, was Noten anging. Da war es eben cool, wenn man mal eine 6 schrieb. Dummerweise fand so ziemlich jeder nach eine paar Jahren wieder in die Spur. Nur ich nicht. Das lag hauptsächlich an Desinteresse und Faulheit. Bis auf ein Schuljahr war ich nie wirklich gefährdet sitzen zu bleiben, also tat ich nie mehr als nötig. Das kulminierte in der Kursstufe (damals noch 12. + 13.), so dass ich inklusive Abiturprüfungen keinen Finger rührte, irgendwie ging es trotzdem gut.

Ich bin mir nicht sicher ob die Lehrer dort heute noch da sind, damals war es jedoch eine mittlere Katastrophe. Meist waren sowieso zu wenige da und die, die da waren, waren entweder Alkoholiker oder psychisch bereits kurz vor der Einweisung. Meistens aber beides. Abgesehen von ein paar wenigen hatten viele ernsthafte Probleme, mit Schülern fertig zu werden, obwohl doch genau das ihr Auftrag war. Das alles war vielleicht aber auch einfach mein subjektiver Eindruck, ich hätte schließlich auch keine Lust, kleine Bälger aus der 5. Klasse die ganze Zeit zu sagen, sie sollen doch nicht „gautscheln“ (ugs. mit dem Stuhl wackeln). Aus heutiger Sicht beneide ich sogar jeden Lehrer um sein Durchhaltevermögen.


Ich denke ich werde noch mindestens ein Eintrag zum Thema „Schule“ verfassen, schließlich habe ich hier nicht einmal im Ansatz alles reinbekommen was ich wollte. Vielleicht folgt auch bald eine Reihe mit dem Titel „Wie ich in der Schule versagte“.

Vielleicht aber auch nicht.  

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=YR5ApYxkU-U]

Wenn ich einmal groß bin…


Wer das hier liest und mir noch nicht auf Facebook folgt (unbedingt machen, weil wegen dings!), wird sich wundern was das hier soll. Es ist ein Versuch. Lies dir den folgenden Text durch und hinterlasse doch bitte einen Kommentar ob dir das gefällt. Es geht lediglich darum, ob es sich angenehm lesen lässt, da verstecken sich jetzt nicht die Riesenbrüller. Nicht dass es sonst lustiger wäre. 

Vielen Dank im Voraus!


Wie lange er durch die Dunkelheit watete wusste er nicht, der Alkohol, vor allem in Form von Tequila, fing an seinen Dienst zu verrichten. Sein Gang ähnelte dem einer behinderten Stockente. Mit gebrochenen Rudern.

Irgendwann tauchte die Silhouette eines grauen Mehrfamilienhauses auf. Endlich zu Hause, dachte er sich. Es war eines dieser typischen Häuser, die man in süddeutschen Kleinstädten fand. Ursprünglich weiß, hatten die Jahre deutliche Spuren an der Fassade hinterlassen. Die Rollläden aller Wohnungen waren bereits heruntergelassen, bis auf eine. Das Licht brannte. „VERDAMMT!“, schrie Stefan in die Nacht hinein. Er konnte sowieso die Miete kaum bezahlen, da konnte ihn eine hohe Stromrechnung auch direkt in die Obdachlosigkeit befördern. Unter seiner Wohnung schnellte der Laden nach oben, das Fenster wurde geöffnet und eine hohe Männerstimme schrie heraus: „Sei ruhig Stefan, es gibt auch Menschen die morgen arbeiten müssen.“ „Karl, du bist seit 15 Jahren in Rente, du weißt doch gar nicht mehr was arbeiten heißt.“ „Ich habe in meinem Leben mehr gearbeitet, als du und deine ganzen Freunde zusammen!“ Womit er tatsächlich Recht hatte.

Karl sah aus wie einer dieser typischen Rentner, die den ganzen Tag nichts besseres zu tun hatten, als mit einem Kissen unter den Armen aus dem Fenster zu schauen und jungen Mädchen oder jungen Immigranten hinterher zu schreien. Das Feinrippunterhemd wurde nur noch durch einzelne Fäden zusammen gehalten und der Bierbauch arbeitete stets dagegen. Dazu noch den Martin-Luther-Gedenkkranz auf dem Kopf und eine khakifarbene Jogginghose, die in weißen Tennissocken mit drei bunten Streifen endete. Die Birkenstockschuhe hatte er damals vermutlich direkt aus Russland mitgebracht. Dieser Jung-Achtziger war der Stereotyp eines Rentners. Nur seine Stimme klang, als hieße er Dorothy und würde gleich „Somewhere over the Rainbow“ anstimmen. Eine perfide Mischung. Sonst war er aber eigentlich ganz in Ordnung, auch wenn er seit seiner Scheidung starke Depressionen hatte. Die hatte 10 Jahre zuvor stattgefunden.

Stefan wohnte seit 8 Jahren in diesem Haus. Karl hatte diese Angewohnheit, jeden Abend wach zu bleiben, bis er sicher war, dass Stefan zu Hause war. Das mag sehr seltsam klingen. War es auch. Doch es war schon zur Gewohnheit geworden und so wurde langsam der Weg bis zur Haustür mit Blutflecken bedeckt, als es erneut laut wurde. „HERRGOTTSACKZEMENT!“ Stefan war keineswegs gläubig, er war zwar konfirmiert worden, dies aber nur aufgrund der Geschenke. Schon lange hatte er jeglichen Glauben abgelegt, wenn er je welchen besessen hatte. „Eines können diese Christen ja wirklich gut. Fluchen wie die Weltmeister.“, hatte Frank einige Tage zuvor gesagt. Für Stefan schien es nur vernünftig, den Christen ein paar Schimpfwörter abzunehmen, dann mussten die schon nicht mehr so oft zur Beichte…


Wie du siehst, ist das Teil einer Geschichte. Auch wenn es etwas aus dem Kontext gerissen ist, hoffe ich, dass dieser Text mehr oder weniger eingängig ist. Sollte alles funktionieren, könnte diese Schrift Teil eines noch viel größeren Werkes werden. Vermutlich 2015. Aber nur wenn’s dir gefällt, also KOMMENTIERE JETZT ENDLICH!

Danke 🙂 

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=oTI3tRQ_-3k]